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Politik

Antiterrorzentrum ermittelt nach Brand in Umspannwerk

wochentlich.deBy wochentlich.de8 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Antiterrorzentrum ermittelt nach Brand in Umspannwerk
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Stromausfall in Reutlingen

Terror-Fahnder ermitteln nach Brand in Umspannwerk

Aktualisiert am 08.06.2026 – 19:37 UhrLesedauer: 2 Min.

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Reutlingen: Ein Mitarbeiter von FairNetz arbeitet auf dem Gelände eines Umspannwerks, in dem es in der Nacht gebrannt hatte. (Quelle: Marijan Murat)

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Brände in zwei Umspannwerken legten Reutlingen in der Nacht lahm. Nun ermitteln Terror-Fahnder wegen des Verdachts auf vorsätzliche Brandstiftung.

Nach dem großflächigen Stromausfall im schwäbischen Reutlingen vermuten die Ermittler Brandstiftung als Ursache. Der Verdacht laute auf „vorsätzliche Brandlegung und Störung öffentlicher Betriebe“, sagte der baden-württembergische Innenminister Manuel Hagel (CDU) am Montagabend in Reutlingen. Der Staatsschutz und das Antiterrorzentrum des Landeskriminalamts hätten die Ermittlungen übernommen. „Wir werden die Täter mit aller Härte zur Rechenschaft ziehen“, sagte Hagel weiter.

Für eine endgültige Bewertung sei es aber noch zu früh, betonte der Innenminister. Es werde „ergebnisoffen in alle Richtungen ermittelt“. Dabei werde auch geklärt, ob wirklich „ein Brandanschlag hier vorliegt oder gar ein terroristischer Akt“, sagte Hagel. „Unsere Ermittlungsgruppe wird jeden einzelnen Stein umdrehen.“

In der Nacht zu Montag hatte es in zwei Umspannwerken in der Stadt am Fuße der Schwäbischen Alb Brände gegeben; rund 7600 Haushalte waren ohne Strom. Neben der 120.000-Einwohner-Stadt Reutlingen waren auch Teile der benachbarten Gemeinden Wannweil und Kirchentellinsfurt davon betroffen.

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Anschlag ging „radikal ans Leben anderer Menschen“

Die Polizei Reutlingen werde im Bereich der wichtigen Infrastruktur „verstärkte Präsenzmaßnahmen“ ergreifen, sagte Hagel. In den Gebieten ohne Strom werde in der Nacht eine Einsatzhundertschaft unterwegs sein, damit sich die Menschen sicher fühlen könnten.

Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck (SPD) verwies darauf, dass durch den Stromausfall auch das Krankenhaus der Stadt zeitweise betroffen gewesen sei. Es sei „hier wirklich radikal ans Leben anderer Menschen“ gegangen – „und das ist unverzeihlich“, sagte Keck. Er fügte hinzu: „Wir müssen uns verteidigen – wir wissen noch nicht, gegen wen.“ Es sei nun „gerechtfertigt, hier wirklich alles zum Einsatz zu bringen, um die Urheber zu ermitteln und ihrer gerechten Strafe zuzuführen“.

Die Klinik konnte sich nach dem nächtlichen Stromausfall mit einer Notstromversorgung behelfen. Nach Angaben der Stadt konnte das Umspannwerk Mitte seinen Betrieb nach mehreren Stunden wieder aufnehmen, weshalb die Innenstadt und damit auch das Krankenhaus wieder mit Strom versorgt wurden.

Dirk Güsewell vom Energieversorger EnBW sagte in Reutlingen, „dass heute im Laufe des Tages sukzessive Verbraucherinnen und Verbraucher wieder zugeschaltet werden konnten“. Dies sei eine „gute Nachricht“. Güsewell wollte sich aber nicht darauf festlegen, wie lange es dauere, bis alle Betroffenen wieder mit Strom versorgt würden. Die Reparaturteams arbeiteten unter Hochdruck, um die Folgeschäden so rasch wie möglich zu beseitigen.

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