Spielzeit 2027 fällt wohl aus

Bekannte Festspiele melden Insolvenz an


28.10.2026 – 20:56 UhrLesedauer: 2 Min.

Inszenierung „Der Schatz im Silbersee“ 2026 von den Festspielen Burgrieden: Die Geschäftsführerin musste einen Insolvenzantrag stellen. (Quelle: Festspiele Burgrieden)

Rund 22.000 Besucher kamen zuletzt zu den Karl-May-Festspielen in Burgrieden. Nun bringen wetterbedingte Ausfälle und ein Versicherungsstreit die Veranstalter in Bedrängnis.

Die Karl-May-Festspiele im baden-württembergischen Burgrieden haben einen Insolvenzantrag gestellt. Als Auslöser nennt Geschäftsführerin Claudia Huitz ausgefallene Aufführungen und bislang ausbleibende Versicherungsleistungen. Für 2027 ist die Spielzeit abgesagt.

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Auf der Webseite der Festspiele schreibt Huitz: „Ich sage es offen: Es ist eine Katastrophe“. Nach ihren Angaben mussten im Sommer fünf Vorstellungen des Stücks „Der Schatz im Silbersee“ wegen des Wetters gestrichen werden. Im SWR erklärte sie, die Versicherung komme für die Ausfälle derzeit nicht auf. Die Auseinandersetzung werde nun juristisch geklärt.

Neben Bad Segeberg und Elspe ebenfalls bekannte Festspiele in Burgrieden

Für das kommende Jahr war eine Inszenierung von „Old Shatterhand“ vorgesehen. Ein Hauptdarsteller war laut SWR bereits gefunden, auch das Plakat war fertig. Trotz rund 22.000 Besuchern in der diesjährigen Saison fehlt nun die Grundlage für die Fortsetzung im nächsten Jahr.

Die Karl-May-Festspiele in Burgrieden finden seit 2014 statt und bringen die Abenteuerromane des Schriftstellers als Freilichttheater auf die Bühne, um Geschichten rund um Winnetou und Old Shatterhand für das Publikum erlebbar zu machen. Neben den Veranstaltungen in Burgrieden gibt es zahlreiche weitere Karl-May-Festspiele in Deutschland. Besonders bekannt sind die Spiele in Bad Segeberg in Schleswig-Holstein und in Elspe in Nordrhein-Westfalen.

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Geschäftsführerin Huitz schreibt: „Wir hatten eine wunderbare Zeit und haben in einem kleinen Dorf in Oberschwaben etwas Großartiges geschaffen. Burgrieden kennt man heute europaweit.“ Was aus den Festspielen werde, „entscheiden jetzt andere“, so Huitz.

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