Rückschlag für den Verein
Herthas Kapitän Reese geht – aus diesem Grund
18.06.2026 – 07:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Hertha BSC verliert Fabian Reese an den VfL Wolfsburg – obwohl der 28-Jährige noch bis 2030 in Berlin unter Vertrag steht. So begründet er den Wechsel.
Fabian Reese verlässt Hertha BSC und wechselt zum VfL Wolfsburg. Der 28-jährige Offensivspieler erhält beim Bundesliga-Absteiger einen Vertrag bis 2030 – dieselbe Laufzeit, auf die er erst vor einem Jahr seinen Berliner Vertrag verlängert hatte. Das gab der VfL Wolfsburg bekannt.
In drei Spielzeiten bestritt Reese 91 Pflichtspiele für Hertha, erzielte 35 Tore und bereitete 31 weitere vor. Er war zuletzt Kapitän und Topscorer des Vereins.
Aufstiegstraum bei Hertha geplatzt: Reese geht
Den Wechsel begründete Reese mit dem ausgebliebenen Wiederaufstieg. „Nach Abschluss dieser für uns alle nicht erfreulichen Saison und der gemeinsamen Einordnung der sportlichen sowie der finanziellen Ausrichtung unserer Hertha, musste ich eine Entscheidung als Sportler treffen“, sagte er. „Wir müssen uns als Mannschaft jedoch auch eingestehen, den Wiederaufstieg in den letzten Jahren verpasst zu haben. Der daraus resultierenden Neuausrichtung des Vereins möchte ich nicht im Wege stehen.“
Sportdirektor Benjamin Weber erklärte, die Entscheidung sei dem Verein nicht leichtgefallen. Reese habe sich in einer schwierigen Phase nach dem Abstieg als hervorragender Repräsentant erwiesen – nicht nur als Torschütze und Vorlagengeber, sondern auch als Führungsspieler.
Zweiter großer Abgang von Hertha BSC
Es ist nach Supertalent Kennet Eichhorn bereits der zweite prominente Abgang des Sommers. Eichhorn war für rund neun Millionen Euro zu Bayer Leverkusen gewechselt. Über die Ablösesumme für Reese machten die Vereine keine Angaben; in Medienberichten war von acht bis neun Millionen Euro die Rede.
Geschäftsführer Peter Görlich hatte nach dem Saisonabschluss erklärt, der Verein werde Qualität verlieren. Mit einem neu ausgerichteten Scouting sollen die entstehenden Lücken geschlossen werden. Das Aufstiegsziel formulierte Görlich dabei zurückhaltend: „Einen Aufstieg ruft man nicht aus, einen Aufstieg erarbeitet man sich.“
