Stromausfall in Berlin

Bürgermeister spielt nach Anschlag Tennis – jetzt äußert sich Wegner


Aktualisiert am 07.01.2026 – 18:27 UhrLesedauer: 2 Min.

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Kai Wegner im Gespräch bei WELT-TV: „Das Handy war auf laut gestellt.“ (Quelle: t-online)

Der Regierende Bürgermeister der Hauptstadt treibt nach dem Brandanschlag aufs Stromnetz Sport. Das stößt auf Kritik aus dem politischen Berlin.

Während Teile Berlins nach dem Brandanschlag auf das Stromnetz ohne Elektrizität waren, soll der Regierende Bürgermeister Berlins laut einem rbb-Bericht in einem Randbezirk Tennis gespielt haben. Mehrere Politiker reagieren empört – und unterstellen dem CDU-Politiker eine bewusste Täuschung. Am Abend rechtfertigte sich Wegner.

Grünen-Politiker Werner Graf ließ die Vorwürfe nach eigener Aussage fassungslos zurück. Der Berlin-Redaktion von t-online erklärte er: „Der Regierende war Tennis spielen, obwohl er bereits wusste, dass 45.000 Berliner Haushalte ohne Wärme und Licht in einer Notlage waren.“ Dies würde nicht den Erwartungen entsprechen, die Berliner „zu Recht“ an dieses Amt hätten, so der 45-Jährige.

Wegner behauptete einen Tag nach dem Brandanschlag auf einer Pressekonferenz, dass er sich „weder gelangweilt noch die Füße hochgelegt“ habe. Stattdessen sei er den ganzen Tag am Telefon gewesen, um „zu koordinieren und mich bestmöglich zu informieren.“, so der CDU-Politiker am Sonntag. Zudem gab er an, sich in seinem Büro „im wahrsten Sinne“ eingeschlossen zu haben.

Auch Sozialdemokrat Steffen Krach äußerte kurz nach Bekanntwerden der Vorwürfe scharfe Kritik und stellte Wegners Darstellung am Mittwochabend offen infrage. „Kai Wegner hat vermutlich nicht daheim im Arbeitszimmer Tennis gespielt.“ Entweder habe er die Berliner belogen oder er habe andere Prioritäten gesetzt. Beides sei seinen Angaben zufolge „inakzeptabel“ und „eines Regierenden Bürgermeisters unwürdig“.

Am Abend äußerte sich auch Wegner selbst zu den Vorwürfen. „Ich habe von 13 bis 14 Tennis gespielt, weil ich einfach den Kopf freikriegen wollte“, sagte er bei Welt TV. „Ich war die ganze Zeit erreichbar, auch als ich Tennis gespielt habe. Das Handy war auf laut gestellt, bin danach sofort zurückgefahren und habe weitergearbeitet.“

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