Für Berliner Wahl 2026

Wegner: Linkspartei ist der „schärfste Konkurrent“

19.11.2025 – 13:53 UhrLesedauer: 2 Min.

Wegner ist von seiner Partei offiziell als Kandidat für die Wahl zum Abgeordnetenhaus 2026 aufgestellt worden. (Archivbild) (Quelle: Christoph Soeder/dpa/dpa-bilder)

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner sieht die Linke als Hauptgegner. Die Partei sei in allen Umfragen zweitstärkste Kraft in der Hauptstadt.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat die Linkspartei als schärfsten Konkurrenten der Regierungsparteien in der Hauptstadt bezeichnet. Der CDU-Politiker äußerte sich am Mittwoch in der Sendung „Frühstart“ von RTL/ntv zu den politischen Kräfteverhältnissen in Berlin.

Während in anderen Bundesländern die AfD als Hauptkonkurrent gelte, stelle sich die Situation in Berlin anders dar. „In Berlin ist es eine besondere Situation, weil hier ist, ehrlich gesagt, der schärfste Konkurrent die Linkspartei“, erklärte Wegner. Die Linke sei in allen Umfragen zweitstärkste Kraft.

Der Regierende Bürgermeister wirft der Linken vor, sich in der Hauptstadt zunehmend zu radikalisieren. Er beschuldigt die Partei, antisemitisch zu sein, gegen Polizisten zu hetzen und sich zu einer linksradikalen Partei zu entwickeln. Wegner betonte: „Diese Partei darf in dieser Stadt keine Verantwortung bekommen.“ Die nächste Abgeordnetenhauswahl findet am 20. September 2026 statt.

Die Linke-Landesvorsitzende Kerstin Wolter reagierte mit scharfer Kritik. Sie warnte Wegner davor, den Kampf gegen Antisemitismus als Wahlkampfmunition zu missbrauchen. „Anders sind seine Unterstellungen nicht zu erklären, wo er doch vor Kurzem noch mit der Linken gemeinsam erfolgreich über die Berliner Verwaltungsreform verhandelt hat.“ Wolter forderte: „Es muss darum gehen, den Zusammenhalt in Berlin zu fördern und nicht weiter zu spalten.“

Im Interview äußerte sich Wegner auch zur Stadtbild-Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz. Er stimmte dem Kanzler teilweise zu: „Ich weiß genau, was der Bundeskanzler meint und ich glaube auch, dass er mit seiner Analyse nicht ganz Unrecht hat, ganz im Gegenteil.“

Der CDU-Landeschef forderte mehr Fokus auf Integration: „Ich glaube, wir müssen viel stärker das Thema Integration in den Vordergrund stellen. Wie gewinne ich Menschen für unsere Gesellschaft, die auch hier geboren sind, hier schon sehr, sehr lange leben?“

Gleichzeitig stellte Wegner klar: „Wer sich nicht an unsere Werte, nicht an unsere feindlich-demokratische Grundordnung hält, der ist hier nicht willkommen und der muss dann auch zurückgeführt werden.“

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