Juckreiz in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft leiden viele Frauen unter Juckreiz. In den meisten Fällen ist er auf trockene Haut oder auf die zunehmende Dehnung des Bauchs zurückzuführen. Typisch ist dann, dass der Juckreiz ohne Ausschlag auftritt. Vermutlich ist auch die hohe Konzentration an Schwangerschaftshormonen für die Neigung zum Juckreiz verantwortlich.

Juckreiz am ganzen Körper: Weitere Ursachen

Es gibt viele weitere mögliche Ursachen für Juckreiz am ganzen Körper ohne Ausschlag. So können etwa Metallstaub, Glaswolle oder Staub das Symptom auslösen. Auch verschiedene Infektionskrankheiten können mit Juckreiz einhergehen, etwa eine HIV-Erkrankung. Zudem können neurologische Erkrankungen wie eine Polyneuropathie Juckreiz und Kribbeln verursachen.

Nicht zuletzt kann Juckreiz am ganzen Körper psychisch bedingt sein, etwa durch Angst oder Stress. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ein Sonderfall ist der sogenannte Dermatozoenwahn: Betroffene sind überzeugt davon, ihr Körper sei von Parasiten befallen, und nehmen ein Kribbeln und Juckreiz wahr. Ein Dermatozoenwahn kann etwa die Folge einer psychischen Störung oder hirnorganischen Störung sein, aber auch durch Drogen verursacht werden.

Arztbesuch bringt Gewissheit

Hält der Juckreiz länger als zwei Wochen an und/oder kommen weitere Beschwerden hinzu, sollten Betroffene dies ärztlich abklären lassen. Ein früherer Arztbesuch ist erforderlich, wenn starke Symptome wie zum Beispiel eine Gelbfärbung der Haut auftreten. Auch bei Gewichtsverlust, Mattigkeit oder Nachtschweiß ist es ratsam, zeitnah einen Arzttermin zu vereinbaren.

Da ein Juckreiz am ganzen Körper ohne Hautausschlag sehr viele Ursachen haben kann, wird die Ärztin oder der Arzt die betroffene Person zunächst nach ihren genauen Beschwerden fragen. Zum Beispiel wird sie oder er wissen wollen, ob

  • der Juckreiz in bestimmten Situationen besonders stark oder schwach ist (etwa nachts).
  • die Person bestimmte Medikamente einnimmt.
  • bestimmte Vorerkrankungen bekannt sind.
  • die Person weitere Beschwerden bemerkt hat, etwa Gewichtsabnahme, Fieber oder Nachtschweiß.

Es folgt eine körperliche Untersuchung. Dabei wird die Ärztin oder der Arzt die Haut auf Kratzspuren, Trockenheit und sonstige Auffälligkeiten untersuchen sowie die Lymphknoten und wichtige Organe wie Leber und Milz abtasten.

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