Nach scharfer Kritik
Amthor lässt umstrittenen Strandkorb abtransportieren
Aktualisiert am 28.09.2026 – 14:21 UhrLesedauer: 1 Min.
Nach seinem Jobwechsel ins Kanzleramt hat Philipp Amthor einen Strandkorb auf den Balkon der Regierungszentrale bringen lassen – vor laufender Kamera. Nun zieht er Konsequenzen.
Staatsminister Philipp Amthor (CDU) hat entschieden, auf den Strandkorb in seinem Büro im Kanzleramt zu verzichten. Amthor habe entschieden, „dass der Strandkorb abtransportiert wird“, erklärte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer am Montag.
Zuvor hatte Amthor erklärt, den Strandkorb selbst bezahlt zu haben. Das bestätigte ein Regierungssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Amthor habe den Strandkorb privat gekauft und Anlieferung sowie Aufbau selbst bezahlt. Er werde zurück in Amthors Heimat „nach Mecklenburg-Vorpommern gebracht“.
- „Ja, das sieht doch super aus“: Philipp Amthor erntet Spott für Strandkorb-Video
Amthor ist seit Ende Juli Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit im Kanzleramt. In der zweiten Staffel der Doku-Serie „Inside CDU“ des ZDF ist zu sehen, wie der Strandkorb angeliefert und auf den Balkon neben seinem Büro gebracht wird. Die Szene hatte in den sozialen Netzwerken teils Spott und kritische Reaktionen ausgelöst. Nutzer warfen dem Politiker Überheblichkeit vor, einer sprach gar von „spätrömischer Dekadenz im Endstadium“. Ein Instagram-Beitrag von „ZDF heute“ zu Amthor bei „Inside CDU“ wurde bis Montagmittag rund 1.900-mal kommentiert.
Amthor war bis Juli noch Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung. Er stammt aus Mecklenburg-Vorpommern, wo Strandkörbe ein gewohntes Bild an der Küste und in privaten Gärten sind.
