Spanien rüstet sich für die Sonnenfinsternis
Mallorca macht Militär mobil
09.08.2026 – 09:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Spanien mobilisiert Tausende Einsatzkräfte für die totale Sonnenfinsternis am 12. August. Auf Mallorca patrouillieren ab dem 10. August sogar Soldaten in der Serra de Tramuntana.
Rund um die totale Sonnenfinsternis am 12. August setzt Spanien Soldaten auf Mallorca ein. Angehörige des Regiments „Palma 47“ sollen vom 10. bis 14. August in mehreren Gemeinden der Serra de Tramuntana patrouillieren – zu Fuß und mit Fahrzeugen. Regierungssprecher Antoni Costa bestätigte den Einsatz am Freitag nach der Sitzung des Regierungsrats. „Es liegt eine offizielle Bestätigung des Verteidigungsministeriums und des Oberkommandos vor, dass die Armee eingesetzt wird und die Umsetzung der außerordentlichen Maßnahmen unterstützen wird“, sagte Costa.
Nach Angaben des Militärs werden die Soldaten in Estellencs, Banyalbufar, Deià, Valldemossa, Escorca und Fornalutx eingesetzt. Die Patrouillen sollen vor und nach der Sonnenfinsternis stattfinden. Dabei gehe es um zusätzliche Präsenz, Überwachung und Abschreckung. Costa selbst nannte auf der Pressekonferenz weder konkrete Einsatzorte noch einzelne Aufgaben der Soldaten. Er erklärte lediglich, dass die Armee die Umsetzung der außerordentlichen Maßnahmen unterstützen werde.
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„Maximaler menschlicher Druck“ auf Mallorca erwartet
Costa rief die Bevölkerung dazu auf, die Sicherheitsmaßnahmen zu befolgen und den Tag sorgfältig zu planen. Für den 12. August rechnet die Regionalregierung mit „maximalem menschlichen Druck auf das Gebiet und einem Risiko von Waldbränden“. „Wir rufen die Bürger dazu auf, diesen Tag verantwortungsbewusst und vorausschauend zu erleben, indem sie sich informieren und die Empfehlungen befolgen“, sagte Costa.
Er erinnerte zudem daran, zur Beobachtung der Sonnenfinsternis nur zugelassene Schutzbrillen zu verwenden und unnötige Fahrten möglichst zu vermeiden.
Entlang der Straßen sollen Informationsstellen eingerichtet werden, zudem werden einzelne Straßen für den Verkehr gesperrt. Die Regionalregierung warnt davor, ohne Vorbereitung in die betroffenen Gebiete zu fahren. Nach Angaben Costas könne es nicht nur zu Staus kommen, sondern auch dazu, dass bestimmte Gebiete zeitweise gar nicht erreichbar seien.
Bergwege bleiben auf Mallorca offen
Dass Straßen oder Bergwege zusätzlich für Fußgänger gesperrt werden müssen, hält der Regierungssprecher derzeit allerdings für unwahrscheinlich. „Ich glaube nicht, dass es nötig sein wird“, sagte Costa.
Besonders im Blick stehen Zufahrtsstraßen, Naturgebiete und Orte, an denen sich viele Menschen versammeln könnten. Ziel der Maßnahmen ist es, Unfälle und Straftaten zu verhindern und Rettungswege freizuhalten.
„Es ist ein ganz besonderer Tag, auf den wir uns lange vorbereitet haben, und wir hoffen, dass es keine größeren Probleme geben wird und alles gut verläuft. Aber es ist ein riskanter Tag, und wir müssen versuchen, die Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten“, sagte Costa.
Mehr als 24.000 Einsatzkräfte zur Sonnenfinsternis in Spanien
Parallel zum Militäreinsatz bereitet sich auch die Guardia Civil auf die Sonnenfinsternis vor. Spanienweit sollen mehr als 24.000 Beamte im Einsatz sein. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden wollen sie mehr als 660 offizielle beziehungsweise identifizierte Beobachtungspunkte absichern. Das entspricht rund 84 Prozent aller entsprechenden Punkte im Land.
