Nach Freistellung von Robert Henrich

Jens-Günter Lang wird neuer Hochbahn-Chef

18.06.2026 – 17:42 UhrLesedauer: 1 Min.

Jens-Günter Lang (Archivfoto): Er übernimmt Robert Henrichs Posten. (Quelle: Chris Emil Janssen/imago)

Knapp drei Wochen nach der überraschenden Freistellung von Robert Henrich hat die Hamburger Hochbahn einen Nachfolger benannt. Der neue Mann an der Spitze ist im Unternehmen kein Unbekannter.

Die Hamburger Hochbahn hat einen neuen Chef. Der Aufsichtsrat berief Technikvorstand Jens-Günter Lang zum Sprecher des Vorstandes. Damit übernimmt der 62-Jährige künftig die Führung des Verkehrsunternehmens und vertritt die Hochbahn nach außen.

Lang arbeitet bereits seit 1995 für die Hochbahn. Seit 2014 gehört der Diplom-Ingenieur dem Vorstand an. Zu seinem Verantwortungsbereich zählen unter anderem der U-Bahn-Betrieb sowie das Großprojekt U5.

Jens-Günter Lang, Henrik Falk, Peter Tschentscher und Michael Westhagemann (Archivfoto): Die U5 zählt zu Langs Verantwortungsbereich. (Quelle: Chris Emil Janssen/imago)

Neben Lang gehören weiterhin Merle Schmidt-Brunn und Saskia Heidenberger dem Vorstand an. Über die endgültige Struktur der Unternehmensführung soll der Aufsichtsrat im Herbst entscheiden.

Die Personalentscheidung folgt auf die überraschende Freistellung des bisherigen Hochbahn-Chefs Robert Henrich. Diese war Ende Mai bekannt geworden. Gründe für die Trennung hatte das Unternehmen damals nicht genannt.

Anjes Tjarks (l.) und Robert Henrich (r.): Das Verhältnis galt zuletzt als angespannt. (Quelle: Gregor Fischer/dpa)

In der Mitteilung vom Donnerstag betonte Aufsichtsratschef und Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne), die Hochbahn werde ihren bisherigen Kurs fortsetzen. „Die Hochbahn steht für Verlässlichkeit, Innovationskraft und die erfolgreiche Umsetzung zentraler Zukunftsprojekte der Mobilität für Hamburg“, erklärte Tjarks.

Lang will Verkehrswende in Hamburg „entschlossen vorantreiben“

Lang kündigte an, den Ausbau des U-Bahn-Netzes und weitere Zukunftsprojekte voranzutreiben. „Die Hochbahn gestaltet die Mobilität der Zukunft bereits heute“, sagte er. Gemeinsam mit seinen Vorstandskolleginnen werde man die Verkehrswende in Hamburg „entschlossen vorantreiben“.

Zu den wichtigsten Vorhaben zählen nach Angaben des Unternehmens der Bau der neuen U5, die Weiterentwicklung autonomer Mobilitätsangebote sowie die Elektrifizierung der Busflotte.

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