Viel niedriger als erwartet

Rheinpegel bei Köln rauscht auf neues Rekordtief ab


07.08.2026 – 08:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Blick in den Rheinauhafen am Donnerstag: Die Boote sind wegen des Niedrigwassers im Rhein gestrandet. (Quelle: Malte Ossowski/SVEN SIMON/imago)

Stetiger Abfall: Nach einigen Tagen auf niedrigem Niveau ist der Pegel des Rheins bei Köln am Freitagmorgen im Vergleich zu den Vortagen kräftig abgefallen.

Der Kölner Rheinpegel hat in der Nacht zu Freitag (7. August) einen neuen Rekordtiefststand erreicht. Nach Angaben des Elektronischen Wasserstraßen-Informationsservice (ELWIS) lag der Wasserstand um 5 Uhr bei nur noch 60 Zentimetern. Das sind sieben Zentimeter weniger als zur gleichen Uhrzeit am Vortag.

Damit ist der bisherige Tiefstwert dieser Woche noch einmal deutlich unterboten worden. Erst am Donnerstag hatte der Pegel mit 63 Zentimetern einen historischen Tiefpunkt markiert – nachdem bereits Anfang der Woche mit 66 Zentimetern der bis dahin niedrigste je gemessene Stand unterschritten worden war.

Rheinpegel bei Köln: Kräftiger Abfall um 10 Zentimeter in einer Woche

Der Vergleich der jeweiligen 5-Uhr-Messungen des Pegels des Rheins bei Köln zeigt den Abwärtstrend der vergangenen Woche:

  • Montag, 3. August: 70 Zentimeter
  • Dienstag, 4. August: 68 Zentimeter
  • Mittwoch, 5. August: 70 Zentimeter
  • Donnerstag, 6. August: 67 Zentimeter
  • Freitag, 7. August: 60 Zentimeter

Der Rheinpegel hat sich damit seit Donnerstag deutlich niedriger entwickelt als die ursprünglich ausgegebene Prognose. Diese lag für den Morgen des Freitags eigentlich bei 67 Zentimetern, heißt es auf dem Portal ELWIS.

Der Dom und der trockenen Rhein (Archivfoto): Historisch niedriger Pegelstand. (Quelle: IMAGO/Marc John/imago)

Niedriger Rhein bei Köln: Probleme für Schifffahrt – Bombe entdeckt

Für die Rheinschifffahrt bleibt die Lage angespannt. Bei derart niedrigen Wasserständen können Frachtschiffe nicht voll beladen werden, da ihr Tiefgang mit zunehmender Zuladung wächst. Reedereien und Transportunternehmen müssen ihre Fracht deshalb auf mehr Schiffe verteilen oder teilweise auf andere Verkehrswege ausweichen – mit entsprechenden Folgen für Kosten und Lieferzeiten.

Das Niedrigwasser hatte zuletzt auch abseits der Schifffahrt für Schlagzeilen gesorgt: Bei Köln-Deutz war im freigelegten Flussbett eine Weltkriegsbombe entdeckt worden, die am Mittwochabend entschärft werden musste. Rund 360 Menschen mussten dafür vorübergehend ihre Wohnungen verlassen.

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