Rennen abgesagt
„Totale Panik“: Biathlet schildert dramatische Szenen
Aktualisiert am 18.08.2026 – 13:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Die belgischen Sommerbiathlon-Meisterschaften werden aufgrund von Bränden abgebrochen. Jacques Jefferies gibt einen Einblick in ein dramatisches Wochenende.
Eigentlich sollten am Sonntagnachmittag in Elsenborn die Massenstartrennen der belgischen Sommerbiathlon-Meisterschaften ausgetragen werden. Doch schwere Waldbrände im nur wenige Kilometer entfernten Naturschutzgebiet Hohes Venn führten dazu, dass die Wettkämpfe abgesagt wurden.
Der britische Biathlet Jacques Jefferies gab im „Nordic Magazine“ nun einen Einblick in ein dramatisches Rennwochenende. Bereits am Freitag seien er und seine Kollegen angekommen und hätten auf der Fahrt auf der Autobahn in der Ferne Rauch gesehen. „Je näher wir kamen, desto näher waren wir dem Feuer“, erklärte Jefferies. „Als wir bei unserer Unterkunft ankamen, war das Feuer zu diesem Zeitpunkt weniger als zehn Kilometer von uns entfernt.“
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„Es war unmöglich, weiterzufahren“
Am folgenden Tag habe die Gruppe dann eine Trainingsfahrt absolviert, wurde aber zum Umkehren gezwungen, um die Einheit fortsetzen zu können. „Wir fuhren in eine Richtung, als wir plötzlich eine dichte Rauchwolke sahen – wirklich sehr dicht“, so Jefferies. „Es war unmöglich, weiterzufahren.“

Für den Samstagnachmittag stand dann das erste Rennen auf dem Plan. Doch während das Team sich vorbereitete, sei eine Warnmeldung gekommen. Sourbrodt, das Dorf, in dem Jefferies und seine Kollegen untergebracht waren, sollte evakuiert werden. „Da brach totale Panik aus, da wir eineinhalb Stunden vom Start entfernt waren“, berichtete der 24-Jährige und ergänzte, dass man sich nicht ganz sicher gewesen sei, was jetzt zu tun sei. Letztlich sei aber nur eine Hälfte des Dorfes evakuiert worden. „Unsere Hälfte blieb verschont.“
Rennabsage laut Jefferies „die richtige Entscheidung“
Der Sonntag begann wiederum vielversprechend. „Wir machen eine Trainingseinheit. Eineinhalb Stunden – alles läuft gut“, berichtete Jefferies. Doch schlagartig änderte sich alles. „Auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft, wurde uns klar: Gestern roch es tatsächlich nach Rauch. Heute jedoch riecht es rund um die Unterkunft nach Feuer. Es fällt Asche vom Himmel.“
Es sei nicht möglich gewesen, nach draußen zu gehen, führte Jefferies weiter aus. „Es herrschte dichter Rauch. Man atmete ihn ein und hatte das Gefühl, das Feuer riechen zu können. Es war, als stünde der Grill 30 Meter entfernt.“ Er habe in diesem Moment realisiert, dass es schwer werden würde, das Rennen zu fahren.