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Gesundheit

Ist das moderne Medikament besser als andere?

wochentlich.deBy wochentlich.de6 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Ist das moderne Medikament besser als andere?
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Wirkstoff Bilastin

Wie gut hilft das moderne Allergiemittel?


Aktualisiert am 06.06.2026 – 07:47 UhrLesedauer: 2 Min.

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Pollenallergie: Ein Arzneimittel weckt Hoffnungen bei den Betroffenen. (Quelle: fcafotodigital/getty-images-bilder)

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Millionen Deutsche leiden unter Heuschnupfen. Ein modernes Allergiemittel verspricht wirksame Hilfe – ganz ohne müde zu machen. Doch für wen ist Bilastin geeignet?

Etwa 23 Millionen Deutsche sind von einer Allergie betroffen. 12 Millionen von ihnen leiden unter Heuschnupfen. Eine Qual, die den Frühling vermiesen kann. Seit 2023 ist das Medikament Bilastin frei verkäuflich in Apotheken zu bekommen. Wie wirkt das Mittel und wie gut lindert es die Symptome?

Was bei Pollenallergie helfen kann

Gegen die klassischen Allergiesymptome wie tränende, juckende Augen, geschwollene Nasenschleimhäute, Niesreiz, verstopfte und/ oder laufende Nase helfen sogenannte Antihistaminika. Sie blockieren im Körper die Rezeptoren für den Botenstoff Histamin, der die allergische Reaktion hervorruft. Und lindern so die Zeichen für die Überempfindlichkeit des Immunsystems.

Es gibt sie als sogenannte topische Mittel: etwa als Nasensprays, Augentropfen oder spezielle Salben. Die sogenannte systemische Therapie besteht aus der Einnahme von Tabletten oder Kapseln gegen die Symptome. Ihre Wirkung gilt als langanhaltend und umfasst alle (oder zumindest die meisten) allergischen Symptome.

Der Nachteil: Viele dieser Mittel lösen starke Müdigkeit aus. Einige der Antihistaminika der ersten Generation haben eine so stark dämpfende und sedierende Wirkung, dass sie heute als Schlafmittel genutzt werden. Beispiele dafür sind etwa Diphenhydramin und Doxylaminsuccinat.

Zweite Generation der Arzneimittel deutlich besser

Mit den Wirkstoffen der zweiten Generation änderte sich dies zum Teil. Viele Wirkstoffe dringen nun nicht mehr ins Gehirn vor (sie können die Blut-Hirn-Schranke nicht oder nur schwer überwinden) und verursachen so auch weniger Müdigkeit als Nebenwirkung. Beispiele dafür sind Levocetirizin, Desloratadin, Fexofenadin oder Rupatadin. Die Empfindlichkeit von einzelnen Personen gegenüber der Müdigkeit hängt individuell auch von der Ausprägung der Blut-Hirn-Schranke ab.

Das kann Bilastin

Seit einigen Jahren ist nun der Wirkstoff Bilastin unter dem Handelsnamen Allegra erhältlich. Er zählt ebenfalls zu diesen Antihistaminika der zweiten Generation und gilt als besonders nebenwirkungsarm.

Studien zeigen, dass er kaum in das zentrale Nervensystem gelangt. Damit ist das Risiko für Müdigkeit als Nebenwirkung besonders gering. Das macht Bilastin für viele Betroffene attraktiv – vor allem für Menschen, die beruflich oder im Straßenverkehr leistungsfähig bleiben müssen. Generell eignet sich das Medikament für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren, die unter saisonaler allergischer Rhinitis (z. B. Heuschnupfen) oder chronischer Nesselsucht (Urtikaria) leiden.

Wichtig zu wissen

Bilastin wirkt schnell: Erste Effekte sind oft schon innerhalb einer Stunde spürbar. Die volle Wirkung setzt nach etwa zwei bis drei Tagen regelmäßiger Einnahme ein.

  • Warnhinweis: Bekanntes Allergiemedikament kann aufs Herz gehen

Ein weiterer Vorteil: Bilastin interagiert kaum mit anderen Medikamenten. Wer also regelmäßig Arzneimittel einnehmen muss, kann das Mittel meist problemlos kombinieren – natürlich nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.

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