Newsblog zum Krieg in Nahost
Vance: Iran will Atominspekteure ins Land lassen
Aktualisiert am 23.06.2026 – 06:09 UhrLesedauer: 6 Min.
Das Unglück in Katar war verheerender als angenommen. Der US-Vizepräsident äußert sich zu den Gesprächen mit Iran. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Libanon und Israel wollen in Washington verhandeln
Hochrangige Vertreter Israels und des Libanons wollen am Dienstag in Washington eine neue Verhandlungsrunde starten. „Die Gespräche werden mit dem Ziel fortgesetzt, ein umfassendes Friedens- und Sicherheitsabkommen zwischen den beiden Ländern voranzubringen“, sagte ein Vertreter des US-Außenministeriums am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Es ist die fünfte Verhandlungsrunde zwischen beiden Ländern seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Terrormiliz, die an den Gesprächen nicht beteiligt ist und diese ablehnt.
„Wir ermöglichen es Israel und dem Libanon, als zwei souveräne Staaten zu verhandeln“, sagte der US-Regierungsvertreter. Die beiden Nachbarländer unterhalten eigentlich keine diplomatischen Beziehungen miteinander, sie befinden sich vielmehr offiziell im Kriegszustand.
Die pro-iranische Hisbollah hatte den Libanon Anfang März mit Angriffen auf Israel in den Iran-Krieg hineingezogen. Israel reagierte mit Luftangriffen auf Ziele im Libanon und rückte zudem mit Bodentruppen im Süden des Landes vor. Eine inzwischen von beiden Ländern vereinbarte Waffenruhe erkennt die Hisbollah nicht an.
Vance: Iran will Atominspekteure ins Land lassen
Der Iran will nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance wieder Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ins Land lassen. Einen Zeitplan dafür gebe es aber noch nicht, sagte Vance zum Ende seiner Gespräche mit der iranischen Seite in der Hotelanlage Bürgenstock Resort in der Schweiz. Die Verhandler hätten um 2.00 Uhr versucht, die Inspektoren zu erreichen, aber die meisten seien nicht ans Telefon gegangen.
Der Iran bestätigte allerdings nicht, dass eine erneute Einreise von Inspektoren erlaubt werde. Eine entsprechende Entscheidung müsse zuvor mit dem Parlament und dem Nationalen Sicherheitsrat abgestimmt werden, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.
US-Präsident Donald Trump bekräftigte auf seiner Plattform Truth Social, der Iran müsse die IAEA wieder ins Land lassen. „Jeder ist sich voll bewusst, dass der Iran umfangreichen Waffeninspektionen zustimmen wird, um „nukleare Ehrlichkeit“ auf lange Sicht zu gewährleisten“, schrieb er.
Iran: Freigabe von 12 Mrd. Dollar iranischer Guthaben unterschrieben
Der Iran erklärt, bei den jüngsten Gesprächen in der Schweiz seien die Unterschriften gesetzt worden unter die Vereinbarung, zwölf Milliarden Dollar an eingefrorenen iranischen Guthaben freizugeben. Zudem hätten sich beide Seiten geeinigt, einen Kommunikationsweg für Schiffsdurchfahrten in der Straße von Hormus zu etablieren, um einen Konflikt zu vermeiden.
Rubio wirbt am Golf für Iran-Abkommen
US-Außenminister Marco Rubio reist ab Dienstag in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), nach Kuwait und Bahrain, um bei den Verbündeten für das vorläufige Iran-Abkommen der Regierung in Washington zu werben. In Bahrain trifft er zudem Vertreter des Golf-Kooperationsrates, teilte sein Ministerium mit. Erläutert würden insbesondere die Bemühungen, eine freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu sichern, sagte ein Sprecher.
