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Finanzen

Iran-Krieg trifft ärmere Haushalte und Rentner besonders

wochentlich.deBy wochentlich.de10 August 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Preise

Ifo: Iran-Krieg trifft ärmere Haushalte und Rentner besonders

Aktualisiert am 10.08.2026 – 16:48 UhrLesedauer: 2 Min.

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Gerade ärmere Haushalte und Rentner leiden finanziell besonders stark unter dem Iran-Krieg. (Symbolbild) (Quelle: Sebastian Kahnert/dpa/dpa-bilder)

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Die Ifo-Forscher sprechen von einem Preisschock. Insgesamt müssen deutsche Haushalte Milliarden an zusätzlichen Ausgaben bewältigen.

Die finanziellen Folgen des Iran-Krieges treffen einkommensschwache Haushalte und Rentner besonders stark. Die zehn Prozent ärmsten Haushalte verlieren dadurch laut Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts bis zu 2,87 Prozent ihres verfügbaren Einkommens. Bei den einkommensstärksten Haushalten sind es nur 0,65 Prozent.

„Wir sehen, dass ärmere Haushalte einem Preisschock, der Tausende Kilometer entfernt seinen Ursprung hat, schlechter ausweichen können und größere Kaufkraftverluste erleiden“, sagt Ifo-Forscherin Tiphaine Wibault. Die errechneten Werte sind laut Ifo allerdings Obergrenzen, da Konsumenten bei starken Preiserhöhungen in der Regel ihr Konsumverhalten anpassen.

Fast 17 Milliarden Unterschied

Insgesamt gehen die Forscher davon aus, dass die Konsumausgaben der deutschen Haushalte durch den Iran-Krieg und seine Folgen rund 16,8 Milliarden Euro höher ausfallen. Im Schnitt aller Haushalte liegt der Verlust bei rund 1,15 Prozent des verfügbaren Einkommens.

„Gerade weil es für diesen Schock keinen europäischen Preisdeckel gibt wie in der Energiekrise 2022, landet die Last fast ungebremst bei den Haushalten – und dort besonders bei denen mit niedrigen Einkommen“, sagt Ifo-Experte Andreas Peichl.

Rentner trifft es hart

Ebenfalls überdurchschnittlich betroffen sind ältere Menschen. Rentnerpaare verlieren durch den Preisschock 1,53 Prozent, alleinlebende Senioren 1,45 Prozent ihres Einkommens. Grund dafür ist laut den Ifo-Forschern, dass den Rentnern kein Lohneinkommen als Puffer zur Verfügung steht und sie einen überdurchschnittlich hohen Anteil ihres Budgets für Heiz- und Energiekosten aufwenden müssen.

Basis der Berechnungen ist ein Vergleich von Konjunkturprognosen vor und nach Kriegsbeginn. Die Differenz übersetzen die Wirtschaftsforscher dann in Kaufkraftverluste für einzelne Haushaltstypen.

Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar sind die Preise für Heizöl und Kraftstoffe stark gestiegen. Gerade Letzteres schlägt wegen höherer Transportkosten auch auf andere Güter durch.

Sozialverband fordert Energiepreispauschale

„Jeder Mensch muss sich Grundbedürfnisse wie Wohnen, Ernährung und Energie leisten können, ohne Angst vor der nächsten Rechnung haben zu müssen“, mahnt die Vorstandsvorsitzende des Sozialverbands Deutschland, Michaela Engelmeier. Sie fordert: „Um Haushalte mit geringem Einkommen bei gestiegenen Energiekosten zielgerichtet zu entlasten, sollte die Bundesregierung eine Energiepreispauschale wie 2022 prüfen.“

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