Unentschieden im „Pride Match“
Ägypten sichert sich K.o.-Runde – Iran muss zittern
Aktualisiert am 27.06.2026 – 07:25 UhrLesedauer: 3 Min.
Lange steht es Unentschieden zwischen Ägypten und Iran im letzten Spiel der Gruppe G. Iran gibt sich erst zufrieden und drückt erst in der Nachspielzeit. Jetzt heißt es zittern, während Ägypten weiter ist.
Ägypten und der Iran trennen sich im letzten WM-Gruppenspiel 1:1 (1:1). Die Ägypter treffen als Gruppenzweiter im Sechzehntelfinale auf Australien. Weil im Parallelspiel Belgien gegen Neuseeland mit vier Toren Abstand gewann, zogen die Belgier noch am Team von Mohamed Salah vorbei. Der Iran hingegen hat drei Punkte und eine ausgeglichene Tordifferenz und hofft, als einer der acht besten Gruppendritten in die K.-o.-Runde einzuziehen.
Ägypten erwischte einen Top-Start, traf bereits in der fünften Minute durch Mahmoud Saber. Der Iran drehte danach jedoch auf, erhielt nur fünf Minuten später einen Elfmeter. Mehdi Taremi verschoss allerdings. Nur fünf Minuten später glich Ramin Rezaeian letztlich doch aus. Ägypten wirkte bemühter und erst in der Schlussphase wollten die Iraner mit einem Sieg das sichere Weiterkommen erreichen. Ein Tor von Shojae Khalilzadeh zählte wegen Abseits aber nicht.
So lief das Spiel
Um das Spiel gibt es seit mehreren Monaten großen Wirbel. Die lokalen Organisatoren hatten schon vor der WM-Auslosung entschieden, die Partie im Rahmen des an diesem Wochenende stattfindenden „Pride Fest“ als „Pride Match“ auszurufen. Der Iran und Ägypten sind weit davon entfernt, die Werte des „Pride Fest“ der LGBTQI+-Gemeinschaft zu teilen. Beide Nationen protestierten gegen das Label – erfolglos.
Im Stadion und rund um die Arena war vom „Pride Match“ trotzdem nicht so viel zu sehen. Einige Fans trugen Regenbogenfahnen, waren bunt geschminkt. Dass sich der Weltverband Fifa selbst nicht an Aktionen unter dem Pride-Motto beteiligen würde, war ohnehin klar gewesen.
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Mehr machte sich die politische Lage bemerkbar. Bei der iranischen Hymne waren im Stadion auch Pfiffe zu hören. Rund um die Spielstätte demonstrierten Menschen unter anderem für einen „Regimewechsel im Iran“, für Frieden dort und gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump. Mitunter wurde es dabei hitzig. Auch das politische Verhältnis zwischen dem Iran und Ägypten ist kompliziert, auch wenn es sich zuletzt verbesserte.
Auf dem Spielfeld ging es gleich emotional zur Sache. Ägypten nutzte seine erste Chance zur Führung. Iran-Torwart Alireza Beiranvand klärte zunächst nur unzureichend und wurde dann von Saber auch noch getunnelt.
