Berlin (dpa) – Die Bundesregierung will Venezuela nach den schweren Erdbeben schnell Hilfe leisten. „Hierfür stehen Hilfsgüter wie Wasserfilter, Feldbetten, Zelte und Generatoren zur Verfügung“, teilten das Auswärtige Amt und das Verteidigungsministerium nach einer abgestimmten Sitzung des Krisenstabs der Bundesregierung mit.

Es wurde auch berichtet, dass die verschiedenen Abteilungen mit zivilen Hilfs- und Katastrophenhilfeorganisationen in Kontakt standen, um ihre Aktivitäten zu koordinieren. Venezuela hatte am Nachmittag ein Ersuchen um internationale Hilfe auf der Grundlage des EU-Katastrophenschutzmechanismus eingereicht. Unterstützungsmöglichkeiten werden nun auf europäischer Ebene geprüft.

Das Auswärtige Amt steht seit der Erdbebennacht in Kontakt mit den deutschen Katastrophenhilfe-Einsatzkräften und internationalen Partnern. Die Planung sieht vor, dass die ersten Teams des Technischen Hilfswerks (THW) und anderer Organisationen sowie Kollegen aus der Schweiz am Donnerstag in die Region aufbrechen, um die Lage zu erkunden.

Das Luftwaffen-Luftbrückengeschwader 62 im niedersächsischen Wunstorf hat sechs Transportflugzeuge des Typs A400M für den Einsatz vorbereitet. Das Verteidigungsministerium teilte mit, dass eines dieser Flugzeuge für die medizinische Evakuierung geeignet sei, also für den Transport von Personen, die medizinische Hilfe benötigen. Flugzeuge des Typs A400M können bis zu 16 Tonnen Material und Personal transportieren. Die reine Flugzeit in das 8.200 Kilometer entfernte Krisengebiet beträgt rund 13 Stunden.

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