Spritpreisvergleich
In diesem Bundesland ist Tanken jetzt am teuersten
Aktualisiert am 20.10.2026 – 17:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Spritpreise unterscheiden sich je nach Bundesland deutlich. Besonders teuer ist es derzeit in der Mitte Deutschlands – bei Benzin ebenso wie bei Diesel.
Tanken ist in Deutschland je nach Bundesland unterschiedlich teuer. Nach einer aktuellen Auswertung des ADAC zahlen Autofahrer für Super E10 im Schnitt in Baden-Württemberg am wenigsten. Dort kostet ein Liter 2,025 Euro. Danach folgen Berlin mit 2,030 Euro und das Saarland mit 2,042 Euro.
Bei Diesel ist Berlin das günstigste Bundesland. Ein Liter kostet dort laut ADAC im Schnitt 2,171 Euro. Auf den weiteren Plätzen liegen Sachsen mit 2,178 Euro und Mecklenburg-Vorpommern mit 2,179 Euro.
Am anderen Ende der Auswertung steht Hessen. Dort sind nach ADAC-Angaben im Bundesländervergleich sowohl Super E10 als auch Diesel am teuersten. Ein Liter Super E10 kostet dort im Schnitt 2,114 Euro (also knapp neun Cent mehr als in Baden-Württemberg), Diesel 2,222 Euro (fünf Cent mehr als in Berlin). Dahinter folgt bei beiden Kraftstoffen Nordrhein-Westfalen: Diesel kostet dort 2,221 Euro je Liter, Super E10 kostet 2,095 Euro.
Tankrabatt wird kaum als Entlastung gesehen
Gleichzeitig zeigt eine Umfrage, dass der Tankrabatt für viele Autofahrer kaum als deutliche Entlastung wahrgenommen wird. Zwar nimmt der Staat seit Anfang Oktober knapp 17 Cent weniger Steuern auf den Liter Sprit ein. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von „Web.de News“ gaben Mitte des Monats jedoch 69 Prozent der 5.000 Befragten an, Tanken sei für sie nicht spürbar günstiger geworden. Nur 24 Prozent bemerkten eine Entlastung, 7 Prozent antworteten mit „Weiß nicht“.
Dabei unterscheidet sich die Wahrnehmung auch danach, wo die Befragten leben. In dünn besiedelten Regionen nehmen 73 Prozent keine spürbare Entlastung wahr, in dicht besiedelten Gebieten sind es 62 Prozent. Auffällig sind zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Unter den 18- bis 29-Jährigen nimmt fast die Hälfte eine spürbare Entlastung wahr. Bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 29 Prozent, bei Autofahrern von 40 bis 64 Jahren nur noch 18 Prozent, bei den über 64-Jährigen 19 Prozent.
Auch Berechnungen von Wirtschaftsexperten deuten darauf hin, dass die Steuersenkung bislang nicht vollständig bei den Verbrauchern angekommen ist. Das DIW errechnete für die ersten 18 Tage eine Weitergabe von rund zwei Dritteln. Das Ifo kam für die ersten 13 Tage mit einer anderen Methodik auf eine etwas höhere Weitergabe.
Ersparnis durch Tankrabatt ist begrenzt
Selbst wenn der Rabatt vollständig weitergegeben würde, bliebe die Ersparnis für viele begrenzt. Ein typisches Auto wird laut Kraftfahrt-Bundesamt in Deutschland rund 900 Kilometer pro Monat bewegt. Bei einem Verbrauch von sieben bis acht Litern auf 100 Kilometer ergibt sich über die vollen drei Monate gerechnet eine Ersparnis von grob 32 bis 36 Euro. Je nach Fahrleistung und Verbrauch kann der Betrag abweichen.
