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Gesundheit

Höhere Einnahme von Vitamin D könnte das Gedächtnis verbessern

wochentlich.deBy wochentlich.de2 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Studie mit Älteren

Höhere Einnahme von Vitamin D könnte das Gedächtnis verbessern


02.09.2026 – 13:13 UhrLesedauer: 2 Min.

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Älterer Mann nimmt Tablette (Symbolbild): Mit zunehmendem Alter lässt die Produktion von körpereigenem Vitamin D nach. Dann können Nahrungsergänzungsmittel gegebenenfalls sinnvoll sein. (Quelle: Jelena Stanojkovic/getty-images-bilder)

Eine kleine Studie liefert einen überraschenden Hinweis: Bei älteren Menschen war die Einnahme größerer Mengen Vitamin D mit besseren Gedächtniswerten verbunden.

Vitamin D ist vor allem für seine Bedeutung für Knochen, Muskeln und Nerven bekannt. Auch für den Schlaf und den Schlaf-Wach-Rhythmus spielt das Vitamin eine Rolle. Nun haben Forscher der Emory University untersucht, ob die Einnahme auch mit der geistigen Leistungsfähigkeit älterer Menschen zusammenhängt.

Auffälliger Zusammenhang bei hoher Dosis

Für die in der Fachzeitschrift „Sleep Medicine“ veröffentlichte Untersuchung werteten die Wissenschaftler Daten von 54 Erwachsenen aus. Das Durchschnittsalter lag bei 67,2 Jahren. Alle hatten sowohl Schlafstörungen als auch eine leichte kognitive Beeinträchtigung (MCI). Dabei handelt es sich um eine Phase, in der die geistigen Fähigkeiten bereits nachlassen, ohne dass eine Demenz vorliegen muss.

Teilnehmer, die nach eigenen Angaben täglich mindestens 5.000 Internationale Einheiten (IE) (125 Mikrogramm) Vitamin D einnahmen, erzielten im sogenannten Montreal Cognitive Assessment (MoCA-Test) mehr als 13 Prozent höhere Werte als Personen, die kein Vitamin D einnahmen. Der Effekt blieb auch bestehen, nachdem unter anderem Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index (BMI) und Bildungsgrad berücksichtigt worden waren.

Was ist der MoCA-Test?

Der MoCA-Test ist ein kurzer medizinischer Test, um die geistige Leistungsfähigkeit zu überprüfen und frühe Anzeichen von Gedächtnisproblemen oder Demenz zu erkennen. Er erfasst etwa Gedächtnis, Aufmerksamkeit und andere Denkfähigkeiten.

Bei niedrigeren Vitamin-D-Mengen zeigte sich dieser Zusammenhang nicht. Auch ob die Probanden Vitamin D2 oder D3 einnahmen, machte für die Testergebnisse keinen erkennbaren Unterschied.

Kein Beweis für Schutz vor Demenz

Aus den Ergebnissen lässt sich allerdings nicht ableiten, dass Vitamin D vor Alzheimer oder einer anderen Demenz schützt. Die Untersuchung kann lediglich einen Zusammenhang aufzeigen und war zudem sehr klein. Die Erkenntnisse müssen noch in größeren Studien bestätigt werden. Ob die hohe Vitamin-D-Einnahme tatsächlich für die besseren Testergebnisse verantwortlich war, lässt sich daher nicht sagen. Die Ergebnisse lassen sich zudem nicht ohne Weiteres auf gesunde ältere Menschen übertragen.

Studienautorin Victoria Pak sieht darin jedoch einen möglichen Ansatzpunkt: Bei älteren Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen und Schlafstörungen könne dies „ein wichtiges Zeitfenster für frühzeitige Maßnahmen“ sein. Zwar zeigten sich bei ihnen bereits Veränderungen der geistigen Fähigkeiten, doch möglicherweise lasse sich die Gehirngesundheit noch gezielt unterstützen.

5.000 IE liegen über dem empfohlenen Bereich

Die in der Forschungsarbeit betrachtete Menge an Vitamin D liegt deutlich über der in Deutschland üblichen Empfehlung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) schätzt, dass Erwachsene täglich 800 IE (20 Mikrogramm) Vitamin D benötigen, wenn keine körpereigene Bildung durch Sonnenlicht möglich ist.

Aus der Studie ergibt sich somit keine allgemeine Empfehlung für eine tägliche Einnahme von 5.000 IE, darauf weisen auch die Autoren hin. Ob ein Vitamin-D-Präparat sinnvoll und welche Dosierung ratsam ist, sollten Betroffene insbesondere bei längerfristiger Einnahme mit dem Arzt abklären.

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