Das Hochwasser wütet in Norddeutschland. In der Nähe von Bremen ist ein Deich gerissen. Dort kann auch die Straßenbahn nicht mehr fahren.

In Lilienthal (Kreis Osterholz-Scharmbeck) nahe Bremen ist am Mittwochnachmittag der Deich gerissen. Dazu sei es gegen 17 Uhr im Bereich Mehlandsdeichweg gekommen, teilt die Gemeinde Lilienthal mit.

Der betroffene Bereich wird durch Einsatzkräfte evakuiert und darf nicht betreten werden, Anwohner werden mit einem Shuttleservice in die Notunterkunft Turnhalle Ostlandstraße gebracht. Die Straßenbahnlinie 4 kann zwischen Borgfeld und Lilienthal nicht mehr fahren, die BSAG bereitetet einen Schienenersatzverkehr vor.

In den sozialen Medien bieten Menschen bereits ihre Häuser als Unterkunft für Evakuierte an. Auch die Gemeinde Lilienthal rät, sich möglichst einen Schlafplatz bei Freunden, Verwandten oder Bekannten zu suchen. Die Notunterkünfte sollten als letzte Möglichkeit in Anspruch genommen werden, heißt es.

Hausbewohner sollen Strom und Gas abschalten

Anwohner der Straße Zollpfad in Lilienthal sind aufgrund des Hochwassers schon seit Mittag ohne Gas- und Stromversorgung. Hausbewohner, die evakuiert werden, sollen die Strom-Hauptsicherung in der Hausverteilung absperren sowie die Hauptabsperrung an der Gas- Hauseinführung schließen, teilen die Osterholzer Stadtwerke mit.

In beiden Fällen sollen die Stadtwerke über die Abschaltung unter den Nummern 04298/690055 (Gas) und 04298/690066 (Strom) informiert werden. Eine Wiederinbetriebnahme dürfe aus Sicherheitsgründen nur durch einen Installateur oder die Stadtwerke erfolgen.

Die Gemeinde Lilienthal hat ein Bürgertelefon eingerichtet, das zwischen 8 und 20 Uhr unter der Nummer 04298/929-190 erreichbar ist. Aufgrund der extremen Situation hat der Landkreis Osterholz das sogenannte „außergewöhnliche Ereignis“ festgestellt, das unter anderem eine Gefahr für Leben, Gesundheit und die lebenswichtige Versorgung der Bevölkerung beinhaltet. Damit sei es möglich, „überörtliche Kräfte anzufragen und diese gezielt einsetzen zu können, um die vielen Einsatzkräfte vor Ort zu unterstützen“, teilt der Landkreis mit.

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