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Gesundheit

Hitze belastet das Gehirn und begünstigt neurologische Probleme

wochentlich.deBy wochentlich.de17 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Hitze belastet das Gehirn und begünstigt neurologische Probleme
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Risiken steigen

Warum Hitzewellen das Gehirn besonders belasten


17.06.2026 – 14:27 UhrLesedauer: 2 Min.

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Mann kühlt sich mittels Ventilator ab (Symbolbild): Anhaltende Hitzephasen können ein massives Gesundheitsrisiko bedeuten. (Quelle: Iuliia Zavalishina/getty-images-bilder)

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Hitzewellen belasten nicht nur Herz und Kreislauf, auch das Gehirn leidet. So begünstigt das heiße Wetter etwa neurologische Ereignisse wie Schlaganfälle.

Wenn die Temperaturen steigen, gerät das Gehirn unter Stress: Hitze kann das Risiko für Schlaganfälle erhöhen und bestehende Erkrankungen wie Parkinson, Multiple Sklerose (MS) oder Demenz verschlimmern. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) hin.

Mehr Schlaganfälle bei Hitze

Studien zeigen, dass Hitzephasen das Schlaganfallrisiko erhöhen. Besonders problematisch sind tropisch warme Nächte, in denen die Temperatur nachts nicht unter 20 Grad Celsius fällt und sich der Körper nicht ausreichend erholen kann. Während solcher Hitzewellen treten nicht nur mehr Schlaganfälle auf, sondern Betroffene sterben auch häufiger daran.

Migräne, Parkinson, MS und Demenz: Beschwerden nehmen zu

Auch Menschen mit neurologischen Erkrankungen leiden unter Hitze. Migräneattacken nehmen oftmals zu. Bei Parkinson können sich Bewegungsstörungen verstärken, bei Multipler Sklerose verschlechtern sich häufig neurologische Symptome wie Schwäche oder Gleichgewichtsstörungen. Zudem steigt das Risiko für Krankenhausaufenthalte.

Bei Menschen mit Demenz beobachten Ärzte während Hitzewellen häufiger ein sogenanntes Delir. Dabei handelt es sich um akute Verwirrtheitszustände, die in schweren Fällen lebensbedrohlich werden können.

  • „Stiller Killer“: Was Hitze für Menschen gefährlich macht
  • Hitze: Krankmeldungen steigen ab 30 Grad

Warum Hitze dem Gehirn schadet

Hohe Temperaturen belasten den gesamten Organismus. Der Körper verliert mehr Flüssigkeit, das Blut wird zähflüssiger und die Regulation der Körpertemperatur gerät an ihre Grenzen. Dadurch können Durchblutungsstörungen begünstigt werden, die unter anderem das Schlaganfallrisiko erhöhen.

Hinzu kommt, dass viele ältere Menschen oder Menschen mit neurologischen Erkrankungen Hitze schlechter wahrnehmen oder ihren Flüssigkeitsbedarf unterschätzen.

Gut zu wissen

Auch gesunde Menschen spüren die Auswirkungen von Hitze auf das Gehirn. Studien zeigen, dass hohe Temperaturen die Konzentration, das Erinnerungsvermögen sowie die Fähigkeit, Probleme zu lösen und Entscheidungen zu treffen, beeinträchtigen können.

Schutz vor Hitze kann Leben retten

Experten fordern deshalb bessere Schutzmaßnahmen. Dazu gehören klimatisierte Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sowie kühle öffentliche Rückzugsorte und Notunterkünfte für besonders gefährdete Menschen.

Zudem arbeiten Forscher an digitalen Warnsystemen. Eine mögliche „Schlaganfall-Vorhersage-App“ könnte individuelle Risikofaktoren mit Wetterdaten kombinieren und Nutzer rechtzeitig vor besonders gefährlichen Hitzetagen warnen. Peter Berlit, Generalsekretär der DGN, erklärt: „Wenn Menschen wissen, dass ihr persönliches Schlaganfallrisiko an einem bestimmten Tag erhöht ist, passen sie ihr Verhalten eher an“.

Was im Sommer wichtig ist

An heißen Tagen sollten vor allem ältere Menschen und Menschen mit neurologischen Erkrankungen ausreichend trinken, körperliche Anstrengungen vermeiden und möglichst kühle Räume aufsuchen.

Auch Medikamente erfordern bei Hitze besondere Aufmerksamkeit: Manche neurologischen Arzneimittel können die Anpassung des Körpers an hohe Temperaturen erschweren. Zudem kann starke Wärme die Wirksamkeit einiger Medikamente beeinträchtigen. Betroffene sollten daher mit ihrem Arzt besprechen, was während Hitzewellen zu beachten ist, und die Hinweise zur Lagerung in der Packungsbeilage beachten.

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