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Hersteller liefert Autos mit falschem Modelljahr aus

wochentlich.deBy wochentlich.de14 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Hersteller liefert Autos mit falschem Modelljahr aus
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Diese Nummer verriet alles

Von Kunden erwischt: Hersteller liefert alte Autos aus


14.07.2026 – 12:26 UhrLesedauer: 2 Min.

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Unsichtbarer Wertverlust: Eine Software des Herstellers BYD erfasst ein falsches Produktionsjahr. Betroffene Kunden befürchten deshalb einen Nachteil. (Quelle: IMAGO/CFOTO)

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Ein Autobauer liefert Fahrzeuge aus dem Baujahr 2025 aus. Verkauft werden sie jedoch als das neuere Modelljahr 2026. Nach Protesten der Käufer gibt der Konzern nun nach.

Der chinesische Automobilkonzern BYD hat mehr als 1.200 Kunden in Australien angeboten, ihre Kaufverträge vollständig rückabzuwickeln. Das Unternehmen hatte den Käufern Fahrzeuge geliefert, die offiziellen Dokumenten und Datenbanken zufolge im Jahr 2025 produziert wurden. In den Verträgen war jedoch das Modelljahr 2026 zugesichert worden.

Autos wurden künstlich verjüngt

Die Abweichung fiel bei der Prüfung der offiziellen Fahrzeugunterlagen auf. Obwohl die betroffenen Autos neuwertig und laut BYD technisch identisch mit dem neueren Jahrgang sind, bleibt der Fehler nicht folgenlos. Denn das dokumentierte Baujahr ist der entscheidende Faktor für den späteren Gebrauchtwagenwert. Den Besitzern droht somit ein finanzieller Verlust beim Wiederverkauf.

BYD führt den Vorfall auf einen administrativen Fehler bei der Datenerfassung zurück. Dabei wurde nicht der Tag der Fertigung erfasst, sondern das spätere Datum des Werksaustritts. Dadurch deklarierten die Systeme die älteren Fahrzeuge des Modelljahres 2025 fälschlicherweise als Modelljahr 2026.

Eine Entschädigung reicht nicht

Ein erstes Angebot des Herstellers, die Kunden mit 1.100 australischen Dollar (rund 670 Euro) zu entschädigen, stieß bei den Käufern und bei Verbraucherschützern auf Ablehnung. Nun hat BYD die Optionen erweitert: Kunden können die Fahrzeuge zurückgeben, sie gegen ein Modell des Jahres 2026 eintauschen oder den Wagen behalten und die Entschädigung annehmen.

Das Modelljahr ist nicht das Baujahr

Hinter der Frontscheibe steht sie: die FIN. Diese Nummer verrät viele hilfreiche Informationen.Vergrößern des Bildes
Hinter der Frontscheibe steht sie: die FIN. Diese Nummer verrät viele hilfreiche Informationen. (Quelle: WWW.MARTINMEINERS.DE)

Das scheinbar abstrakte Problem mit den Jahreszahlen hat handfeste technische Gründe: Hersteller ändern oft mitten in der laufenden Produktion Bauteile oder Software. Wer beispielsweise Ersatzteile bestellt oder ein Auto repariert, braucht deshalb die 17-stellige Fahrgestellnummer (FIN, auf Englisch: vehicle identification number, kurz VIN). Sie schlüsselt die exakten Spezifikationen eines Fahrzeugs auf.

  • Das Modelljahr: In der Regel verrät das zehnte Zeichen dieser Nummer das offizielle Modelljahr. Es bestimmt, welche technischen Updates, Steuergeräte und Ersatzteile exakt in dieses Auto passen. Werkstätten und Ersatzteilsysteme verlassen sich deshalb auf dieses Zeichen.
  • Das Baujahr: Davon zu trennen ist das reine Herstellungsdatum auf dem Typenschild des Fahrzeugrahmens. Es dokumentiert lediglich den Monat und das Jahr der Montage.

In der Autoindustrie ist es üblich, dass Baujahr und Modelljahr voneinander abweichen. Hersteller produzieren Fahrzeuge des nächsten Modelljahres oft schon im laufenden Kalenderjahr. Rechtlich ist das zulässig – sofern der Code in der FIN korrekt ist.

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