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Finanzen

Katar blockiert „Iron Dome“-Rüstungsdeal für Werk in Osnabrück

wochentlich.deBy wochentlich.de14 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Katar blockiert „Iron Dome“-Rüstungsdeal für Werk in Osnabrück
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Wohl Widerspruch von Großaktionär

Rüstungsdeal von VW droht wohl zu scheitern


Aktualisiert am 14.07.2026 – 14:40 UhrLesedauer: 2 Min.

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Das VW-Werk in Osnabrück (Archivbild): Volkswagen prüft Einstieg in die Waffenproduktion mit israelischem Unternehmen. (Quelle: IMAGO/Swaantje Hehmann)

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VW steckt in der Krise und sucht neue Geschäftsfelder. Nun stellt sich ein wichtiger Anteilseigner quer.

Die geplante Fertigung von Rüstungsgütern im kriselnden VW-Werk in Osnabrück könnte sich zerschlagen. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung blockiert der Staatsfonds des Golfstaats Katar die Entscheidung in den VW-Gremien. Der Fonds ist mit 10,4 Prozent der drittgrößte Anteilseigner bei VW hinter der Porsche Holding (31,9 Prozent), dem Land Niedersachsen (11,8 Prozent).

Der israelische Rüstungsbauer Rafael Advanced Defense Systems wollte im VW-Werk in Osnabrück Teile für sein Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ fertigen lassen. Dazu gab es bereits Verhandlungen mit dem VW-Konzern. Im April war bereits eine Absichtserklärung mit der israelischen Seite unterzeichnet worden. Angesichts des Widerspruchs aus Katar favorisiert das Unternehmen nun offenbar die Fertigung in Indien.

Israel und der Golfstaat Katar unterhalten keine diplomatischen Beziehungen, die Beziehungen sind angesichts der Lage im Nahen Osten angespannt.

  • Krise: Werkschließungen? VW-Boss Blume äußert sich
  • Umbau: Mercedes setzt auf Kooperation mit Drohnenbauer

Osnabrück zählt mit Hannover, Zwickau und Neckarsulm zu den möglichen vier Standorten im VW-Konzern, die geschlossen werden könnten. Entsprechende Pläne scheiterten aber in der Vorwoche am Widerstand in den VW-Gremien.

Ein VW-Sprecher erklärte laut „Bild“, man prüfe Perspektiven im Rüstungsgeschäft für das Werk in Osnabrück mit rund 2.300 Beschäftigten. Nach 2027 sollen dort nach aktuellem Stand keine Fahrzeuge mehr gebaut werden. Man führe auch Gespräche mit anderen Unternehmen aus der Verteidigungsindustrie.

VW streicht bis zu 100.000 Stellen bis 2030

Der angeschlagene VW-Chef Oliver Blume hatte sich am Montag erstmals öffentlich zu möglichen Entlassungen geäußert. In einem im Intranet des Konzerns veröffentlichten Interview sprach Blume von bis zu 50.000 Stellen weltweit: Rein rechnerisch müssten zusätzlich zu bisherigen Schritten in dieser Größenordnung Jobs abgebaut werden, um die Gemeinkosten auf ein „wettbewerbsfähiges Niveau“ zu bringen.

Zusammen mit den bislang vorgesehen Sparmaßnahmen würde das bedeuten, dass Deutschlands Vorzeige-Autobauer bis 2030 weltweit insgesamt 100.000 Stellen streichen könnte. Das ist knapp ein Sechstel der gesamten Belegschaft.

Oliver Blume (Archivbild): Der VW-Chef äußert sich zu potenziellen Schließungen.Vergrößern des Bildes
VW-Chef Oliver Blume kämpft gegen die Krise. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler/imago)

Nun werde „in allen Marken, Gesellschaften und Regionen“ ermittelt, „wieviel Anpassungen tatsächlich nötig und möglich sind“, führte der VW-Chef aus. Es werde auch geprüft, wie die Arbeitskosten gesenkt werden können. „Darüber ermittelt sich am Ende, wie viel Personalabbau erforderlich ist, um mit dem Wettbewerb bei den Kosten Schritt halten zu können.“

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