Enger Vertrauter des Altkanzlers tot

Eckhard Seeber war mehr als nur Kohls Fahrer


Aktualisiert am 29.09.2026 – 17:49 UhrLesedauer: 2 Min.

Eckhard Seeber (l.) und Helmut Kohl (Archivbild): Rund 46 Jahre war Seeber der persönliche Fahrer von Kohl. (Quelle: privat)

Kohls langjähriger Chauffeur Eckhard „Ecki“ Seeber ist tot. Zwischen beiden galt eine feine Arbeitsteilung: „Er machte Politik. Ich kümmerte mich ums Ankommen.“

Eckhard „Ecki“ Seeber, der langjährige Fahrer von Helmut Kohl, ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Das berichtete das Magazin der „Spiegel“ unter Berufung auf die Familie des Kohl-Vertrauten.

Seeber war weit mehr als ein Fahrer. Er war oft der erste Ansprechpartner für Helmut Kohl – als Bundeskanzler, CDU-Vorsitzender und Regierungschef in Rheinland-Pfalz. „Kein Polizist, kein Referent, der berichtete „Die Zeit“ einst aus einem Gespräch mit Seeber.

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Seeber und Kohl lernten sich 1962 kennen. Der CDU-Politiker machte „Ecki“, wie er ihn nannte, zu seinem Chauffeur, als er 1969 Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz wurde. Seeber blieb bis ins Rentenalter in der Position und über Kohls Zeit als Politiker hinaus dessen Fahrer. „Der Bundeskanzler machte die Politik, ich kümmerte mich ums Ankommen“, umschrieb Seeber die Arbeitsteilung.

Kohls zweite Frau stoppt Kontakt abrupt

Seeber begleitete Kohl nicht nur im Auto, sondern auch auf Staatsbesuchen und privaten Reisen. Kaum jemand verbrachte so viel Zeit mit Kohl wie er. Auch Seebers Frau Hilde stand lange im Dienste des Hauses Kohl. Sie führte den Haushalt und sie fand Kohls Ehefrau Hannelore nach ihrem Suizid im Jahr 2001.

Eine letzte Mission erfüllte Seeber 2008. „Ecki, komm sofort“, sagte der Altkanzler. Er war in seinem Haus im Ludwigshafener Stadtteil Oggersheim gestürzt auf der Marmortreppe gestürzt. Seeber holte medizinische Hilfe. Doch danach brach der Kontakt abrupt ab.

Kohls zweite Ehefrau Maike Richter-Kohl informierte Seeber über seine Entlassung. Es habe eines Tages die Schlüssel von Haus und Wagen abgeben müssen; einfach so, als wäre „Ecki“ ein normaler Bediensteter gewesen, beklagte er sich später. Als Seeber später noch einmal am Bungalow klingelte, um von Kohl Abschied zu nehmen, wurde er weggeschickt.

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