Mehrere Vermisste in Görlitz
Sie waren noch grillen – als das Haus in sich zusammenfiel
19.05.2026 – 09:49 UhrLesedauer: 2 Min.
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Eine laute Explosion erschüttert Görlitz, es gibt Vermisste. Die Behörden nennen neue Details und enthüllen, wie zwei Männer dem Einsturz entkamen.
Nach der mutmaßlich durch Gas ausgelösten Explosion in Görlitz, bei der ein Haus komplett zerstört worden war, haben Polizei, Feuerwehr und Stadt neue Details mitgeteilt. Es würden weiterhin drei Menschen vermisst, sagte Kriminaldirektor Raik Schulze von der Polizei Görlitz auf einer Pressekonferenz am Dienstagmorgen.
Dabei handelt es sich seinen Angaben zufolge um zwei Frauen mit rumänischer Staatsangehörigkeit im Alter von 25 und 26 Jahren, die aus touristischen Gründen in Görlitz waren und eine Ferienwohnung in dem Haus gebucht hatten. Der dritte Vermisste sei ein 48-jähriger Mann bulgarisch-deutscher Nationalität, der aus beruflichen Zwecken in der Stadt war. Zu den Überlebenschancen der drei Vermissten sagte Schulze nichts. Die Angehörigen würden durch die Polizei betreut.
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Görlitz: Vermisstensuche nach Explosion dauert an

Die Suche nach den Vermissten habe „oberste Priorität“, sagte der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU). „Wünschen Sie uns jetzt viel Erfolg“, bat er. Spürhunde hatten bereits die ganze Nacht nach den drei Menschen gesucht. Weitere Hunde seien angefordert worden. Allerdings, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Sebastian Schramm, müsse der Schutthaufen „händisch“ auseinandergezogen werden. Er betonte, es müsse teils sehr still sein, um mögliche Klopf- oder Atemgeräusche hören zu können.

In der Nacht hielt sich vor den Trümmern ein verzweifelter Mann auf, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete. Er befürchtete, seine Frau und seine Cousine könnten unter den Trümmern liegen. Erst am Nachmittag war er gemeinsam mit den beiden Frauen angekommen, um in dem Haus in einer Ferienwohnung Urlaub zu machen, wie er sagte. Als er von einem kurzen Einkauf vom Supermarkt zurückgekommen sei, sei das Haus zerstört gewesen. Die Rettungskräfte waren gegen 17.30 Uhr alarmiert worden.
