„Stand schon fast alles in Flammen“

Brandanschlag auf beliebten HSV-Hähnchenimbiss


Aktualisiert am 19.05.2026 – 16:57 UhrLesedauer: 2 Min.

Hähnchengrill Jürs: In der Nacht auf Dienstag brach vor dem Imbiss ein Feuer aus. (Quelle: Lars Ebner)

In der Nacht zu Dienstag wird ein Brandanschlag auf den Hähnchengrill Jürs verübt. Der Betreiber bemerkt den Brand wohl selbst.

„Vergangene Nacht ist an einem Imbiss im Hamburger Stadtteil Billstedt mutmaßlich ein Brand gelegt worden“, teilte die Polizei am Dienstag mit. Demnach wurde nach bisherigen Erkenntnissen durch eine oder mehrere unbekannte Personen vor dem geschlossenen Laden eine brennbare Flüssigkeit entzündet. Dadurch geriet der Eingangsbereich in Brand. Bevor die Einsatzkräfte eintrafen, konnte der Betreiber Andre Jürs den Brand löschen.

Er sagte der t-online-Regionalredaktion in Hamburg: „Um 20 vor 3 habe ich einen Knall gehört und gesagt: ‚Da stimmt irgendwas nicht. ‚“ Als er dem auf den Grund gegangen sei, habe „hier schon fast alles in Flammen“ gestanden. „Dann bin ich raus und habe gelöscht“, sagte Jürs.

„Ich weiß nicht, was das mit einem macht“

Der Familienbetrieb, den es seit rund 50 Jahren gibt, gilt in Billstedt und darüber hinaus seit Jahren als feste Institution. Besonders in der Fanszene des Hamburger SV ist der Imbiss bekannt, der Fanklub „Billstedter Jungs“ hat dort seinen Treffpunkt.

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Verletzt wurde Jürs glücklicherweise nicht. Finanziell hält sich der Schaden halbwegs in Grenzen. Die Jalousien seien beschädigt worden, die müssten neu gemacht werden. Wie hoch der Schaden ist, wisse Jürs allerdings nicht genau, vielleicht ein paar Tausend Euro.

Polizei fahndet nach dem Täter

Am Dienstag musste der Laden zunächst geschlossen bleiben. Die Kriminalpolizei sicherte vor Ort Spuren. „Ich habe gestern bis 22 Uhr gearbeitet und um 2.30 Uhr ist das passiert. Ich bin jetzt immer noch auf den Beinen“, sagt Besitzer Jürs. Schon am Mittwoch soll der Betrieb aber wieder normal weitergehen.

Die Polizei leitete eine Sofortfahndung ein, bislang ohne Erfolg. Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen. Zeugen berichteten laut Polizei von einem Mann, der sich humpelnd vom Brandort entfernt haben soll. Er sei etwa 50 Jahre alt und rund 1,80 Meter groß. Ob der Mann als Tatverdächtiger infrage kommt, ist noch unklar. Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen unter der Telefonnummer 040 428656789 oder bei jeder Polizeidienststelle um Hinweise.

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