Der Ökonom und Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, präsentiert derweil einen Vorschlag mit dem Ziel, Union, SPD als auch die Oppositionellen hinter einer Idee zu vereinen. Er schlägt zur Lösung des festgefahrenen Rentenstreits eine Rentenpauschale vor, die sowohl ältere als auch jüngere Generationen entlasten soll. Sein Konzept sieht vor, dass alle Rentner bis 2031 jährlich 50 Euro mehr pro Monat erhalten – unabhängig von ihrer bisherigen Rentenhöhe. So würde „jeder mehr Geld bekommen“, so Fratzscher im Gespräch mit „Ippen Media“ am Freitag.

Besonders armutsgefährdete Rentner würden davon profitieren, da ein solcher Zuschlag für sie eine jährliche Rentensteigerung von rund fünf Prozent bedeute. Gleichzeitig würden jüngere Beitragszahler verschont, weil die Pauschale an anderer Stelle Einsparungen erzeuge.

Fratzscher argumentiert, die Pauschale bringe gleich mehrere Vorteile: Sie wirke progressiv, weil kleine Renten prozentual deutlich stärker steigen würden als hohe, sie sei demografisch nachhaltiger, da ihre Kosten nicht automatisch mit den Löhnen wachsen, und lasse sich schnell und ohne neue Bürokratie umsetzen.

Im Gegensatz zu anderen Reformideen wie dem „Babyboomer-Soli“, die starke Umverteilungen oder neue Ungerechtigkeiten schaffen könnten, schaffe die Pauschale einen fairen Ausgleich zwischen den Generationen. Ob die Idee in der politischen Debatte, die Kanzler Merz jüngst zur Chefsache gemacht hat, Gehör findet, bleibt offen.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version