Von&nbspKonstantinos Tsellos&nbsp&&nbspeuronews&nbspmit&nbspΑΠΕ-ΜΠΕ

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Laut Margaritis Schinas, dem Minister für ländliche Entwicklung und Ernährung, wird Griechenland Berufsfischern mehr Unterstützung bieten, die „aufgrund des Klimawandels und illegaler Praktiken vor großen Herausforderungen stehen“.

Ihr Ministerium kündigte ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung der Berufsfischer an, das darauf abzielt, die Betriebskosten zu senken, die Einkommen zu sichern und stabilere Rahmenbedingungen für den Sektor zu schaffen.

Unter den Initiativen, die nach dem Treffen zwischen dem Minister und Vertretern des Fischereisektors vorgestellt wurden, sticht ein Pilotprojekt zum Fang des invasiven Kugelfischs in den Regionen Kreta und der südlichen Ägäis mit europäischen Mitteln hervor.

Fischer forderten kürzlich eine Subventionsregelung zur Tötung giftiger Kugelfische. Der giftige, allesfressende Fisch ist in den letzten Jahren in griechische Gewässer eingedrungen und hat mit seinen extrem kräftigen Kiefern Netze, Seile und Angelgeräte zerstört.

Griechische Fischer werden dafür bezahlt, invasive Kugelfische zu fangen

Die maximale Nettozahlung für Fischer liegt bei 5,33 Euro pro Kilo, ein Betrag, der nach Angaben des Ministeriums bis zu 52 Prozent höher ist als in Zypern. Die Maßnahme soll sowohl das Einkommen der Fischer steigern als auch die Ausbreitung dieser besonderen invasiven Art eindämmen. Der Fang ist nur professionellen Fischern gestattet.

Neben der Förderung des Kugelfischfangs umfasst das Paket sechs weitere Maßnahmen:

1. Treibstoffzuschuss für Berufsfischer. Für April und Mai ist eine Förderung von 0,16 Euro pro Liter vorgesehen, für Juni beträgt der Betrag 0,12 Euro pro Liter. Laut Herrn Schinas erfordert die Umsetzung der Maßnahme die Einreichung einer spezifischen Gesetzesänderung.

2. Schaffung eines Entschädigungsmechanismus für Berufstätige, die von Beschränkungen der Fischereitätigkeit in nationalen Meeresparks betroffen sind. Das Programm wird in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt und Energie konzipiert, mit dem Ziel, den Schutz der Meeresumwelt mit wirtschaftlicher Unterstützung für Küsten- und Inselgemeinden zu verbinden.

3. Angestrebte Änderungen der neuen Gemeinsamen Fischereipolitik und der nationalen Gesetzgebung. Das Ministerium schlägt unter anderem vor, das Förderverbot für Motoren aufzuheben, um die Betriebskosten der Schiffe zu senken. Gleichzeitig sollen Investitionen in sicherere, effizientere und widerstandsfähigere Fischereifahrzeuge gefördert werden. Die gleiche Initiative umfasst auch die Anpassung der Gesetzgebung, um neuen Fachkräften den Einstieg in die Branche zu erleichtern.

4. Stärkung der institutionellen Präsenz von Berufsfischern in Entscheidungszentren. Insbesondere ist ein gesetzgeberischer Eingriff geplant, damit die Fischer sowohl auf regionaler Ebene als auch in nationalen Gremien, einschließlich des Fischereirates, nach Art der Fanggeräte vertreten sind. Ziel ist es, branchenrelevante Entscheidungen unter Beteiligung der Fachkräfte selbst zu treffen.

5. Strengere Aufsicht über die Freizeitfischerei. Es soll ein Register für Hobbyfischer mit einer Pflicht zur Aufzeichnung ihrer Fänge erstellt werden. Ziel der Maßnahme ist es, den illegalen Handel mit Fisch und unlauteren Wettbewerb zu Lasten der Berufstätigen einzudämmen.

6. Rationalisierung des Sanktionssystems. Der Plan sieht vor, dass die Sperrung eines Fischereifahrzeugs nicht mehr automatisch, sondern nur noch bei wiederholten Verstößen verhängt wird. Die Strafe wird nach einem Punktesystem verhängt und an europäisches Recht angepasst. Auf diese Weise möchte das Ministerium einen verhältnismäßigeren Rahmen schaffen, der schwere Verstöße bekämpft, ohne den Fachkräften unverhältnismäßige finanzielle Belastungen aufzuerlegen.

„Ein Schritt in die richtige Richtung, aber…“

Der Präsident des Panhellenischen Verbands der Mittelwasserfischerei, Ioannis Bountoukos, räumte ein, dass einige der Ankündigungen in eine positive Richtung gehen, äußerte jedoch Vorbehalte hinsichtlich der Höhe und des Umfangs der finanziellen Unterstützung.

Wie er betonte, reiche der Zuschuss zu den Treibstoffkosten nicht aus, um die tatsächlichen Belastungen der Fischereibetriebe zu decken, insbesondere nach den Turbulenzen durch den Iran-Krieg und dem Anstieg der Betriebskosten.

Herr Bountoukos betonte, dass das Pilotprogramm zum Kugelfischfang ein Schritt in die richtige Richtung sei. Er stellte jedoch fest, dass die Umsetzung auf bestimmte geografische Gebiete beschränkt ist und nicht alle Berufstätigen abdeckt, die mit ähnlichen Problemen konfrontiert sind.

Bezüglich des Verbots der Schleppnetzfischerei auf den Kykladen und der Beschränkungen in nationalen Meeresparks stellte er fest, dass solche Entscheidungen nicht ohne ausreichende wissenschaftliche Unterstützung umgesetzt werden sollten.

Seiner Ansicht nach sind umfassende Studien erforderlich, um sowohl die Meeresumwelt zu schützen als auch die Existenzgrundlage der Fachkräfte zu sichern.

Abschließend sagte er, der Fischereisektor brauche eine stärkere Finanzierung, stabile Regeln und eine sinnvolle Beteiligung der Fischer an Entscheidungen, die sich auf ihre Tätigkeit auswirken.

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