Doch der Hype hielt nicht lange. Nur ein Jahr später stürzte die Aktie ab. GoPro enttäuschte Anleger mit schwächeren Verkaufs- und Umsatzzahlen. Für viele Nutzer reichten die immer besser werdenden Smartphone-Kameras, um Videos in guter Qualität aufzunehmen. Dazu kam neue Konkurrenz im Markt für Actionkameras, unter anderem von Insta360 und DJI.

2015 erzielte GoPro noch einen Umsatz von 1,6 Milliarden Dollar. Danach ging es bergab. 2016 sank der Umsatz auf 1,2 Milliarden Dollar, das Unternehmen schrieb einen Verlust von mehr als 400 Millionen Dollar. Auch in den folgenden Jahren blieb das Geschäft schwierig.

Ein besonderer Rückschlag war der Ausflug in den Drohnenmarkt. GoPro brachte 2017 eine eigene Drohne auf den Markt. Wegen technischer Probleme musste das Unternehmen aber bereits ausgelieferte Geräte zurückrufen. Anfang 2018 gab GoPro das Drohnengeschäft wieder auf.

Abomodell brachte nur kurz Entlastung

Zwischendurch gelang eine Stabilisierung. GoPro baute sein Geschäft mit Software und Abonnements aus. Kunden konnten etwa Cloud-Speicher nutzen und kaputte Kameras tauschen lassen. Zudem setzte das Unternehmen stärker auf den Direktvertrieb und verbesserte damit zeitweise die Margen.

2021 schien die Wende möglich. GoPro erzielte wieder einen Umsatz von 1,3 Milliarden Dollar und schrieb einen Gewinn von 371 Millionen Dollar. Doch der Aufschwung hielt nicht an. Bereits 2022 gingen Umsatz und Gewinn wieder zurück im Jahr 2025 hatte sich der Umsatz auf 651,5 Millionen Dollar halbiert. GoPro hat seit dem Börsenhoch zwischenzeitlich rund 98 Prozent seines Wertes verloren.

GoPro prüft Verkauf oder Fusion

Um die Krise zu bewältigen, hat GoPro bereits harte Maßnahmen angekündigt. Das Unternehmen will 23 Prozent seiner Belegschaft abbauen. Das betrifft etwa 145 der insgesamt 631 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bereits 2024 hatte es zwei Entlassungsrunden gegeben.

Außerdem prüfen Vorstand und Management derzeit eine Fusion oder ein Verkauf des Unternehmens. Parallel sucht GoPro nach neuen Geschäftsfeldern. Das Unternehmen will stärker in den Verteidigungs- und Luftfahrtbereich vorstoßen.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version