Eis und Schnee in Hamburg

Notaufnahmen voll: Ansturm durch Glätte-Unfälle

08.01.2026 – 15:56 UhrLesedauer: 2 Min.

Winter in Hamburg (Symbolbild): Wo viel Eis und Schnee liegt, kann man auch schneller ausrutschen. (Quelle: Marcus Brandt/dpa/dpa-bilder)

Hamburger Krankenhäuser melden deutlich mehr Verletzte durch Glätte-Unfälle. Die Situation stellt das medizinische Personal vor besondere Herausforderungen.

Die Notaufnahmen in Hamburg haben in den vergangenen Tagen einen deutlichen Anstieg von Patienten mit Sturzverletzungen verzeichnet. Grund dafür sind die verschneiten und vereisten Straßen und Gehwege in der Hansestadt.

„In den vergangenen Tagen gab es deutlich mehr Patientinnen und Patienten, die nach Stürzen in eine unserer sieben Notaufnahmen in Hamburg gekommen sind“, sagte ein Sprecher der Asklepios-Kliniken. In der Klinik St. Georg habe sich die Anzahl der Unfallverletzungen im Vergleich zum üblichen Aufkommen verdoppelt.

Die häufigsten Verletzungen seien Abstützverletzungen an Handgelenken und Ellenbogen sowie Oberschenkelhalsfrakturen. Allein am Wochenende seien in St. Georg mehr als 20 Frakturen behandelt und operiert worden, so der Sprecher.

Das Universitäts-Klinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) behandelt seit dem Wochenende täglich bis zu 20 Patienten mit wetterbedingten Verletzungen wie Kopfwunden, Frakturen aller Art oder umgeknickten Sprunggelenken in der Zentralen Notaufnahme (ZNA).

Normalerweise werden in der ZNA des UKE pro Tag zwischen 170 und 200 Menschen behandelt. Die zusätzlichen Glatteisunfälle könne das Team bislang ohne personellen Mehraufwand bewältigen. Dennoch werde das Personal in der ZNA in diesen Tagen verstärkt.

Pflegekräfte in den Notaufnahmen, OP-Personal, Röntgenspezialisten und Unfallchirurgen seien rund um die Uhr im Dauereinsatz und derzeit stark gefordert, hieß es seitens der Asklepios-Kliniken.

Trotz des erhöhten Patientenaufkommens mussten laut Asklepios-Sprecher bislang keine planbaren Operationen verschoben werden.

Karl-Heinz Frosch, Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie und Orthopädie des UKE, erklärt: „So senken Sie das Risiko, aufgrund der Glätte zu stürzen, schützen sich vor Verletzungen und helfen dabei, die Krankenhäuser in der Stadt zu entlasten.“

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