Sie kann beißen

Nosferatu-Spinne wird immer häufiger in Köln gesichtet


17.08.2026 – 18:43 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Nosferatu-Spinne (Symbolbild): Sie kommt in Köln immer häufiger vor. (Quelle: IMAGO/H. Bellmann/F. Hecker)

In Köln wird die Nosferatu-Spinne immer öfter gesichtet. Was hinter der Ausbreitung steckt und wie gefährlich das Tier wirklich ist.

Im Bett, im Badezimmer oder an der Gardine: In Köln wird derzeit immer wieder die Nosferatu-Spinne entdeckt. Auf dem Beobachtungsportal des Nabu sind allein in den vergangenen Wochen zahlreiche Sichtungen aus verschiedenen Teilen der Stadt eingetragen worden. Die auffällig große Spinne sieht zwar bedrohlich aus, für Menschen ist sie nach Angaben des Naturschutzbundes jedoch nicht gefährlich.

Die jüngsten Meldungen stammen unter anderem aus der Kölner Innenstadt, aus Lindenthal und Müngersdorf sowie aus dem Kölner Norden und Osten. Noch am Montag, 17. August, wurden Tiere aus dem Zentrum, aus Köln-Ost und aus dem Bereich Lindenthal/Müngersdorf gemeldet.

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Auch in den Tagen zuvor gab es Beobachtungen. Mehrfach wurden Nosferatu-Spinnen in Wohnungen entdeckt – etwa im Schlafzimmer, Badezimmer, an Gardinen oder an Wänden. Eine Beobachterin aus dem Kölner Zentrum meldete fünf Exemplare innerhalb von vier Wochen in ihrer Wohnung.

Nosferatu-Spinne taucht häufig in Häusern auf

Dass die Tiere ausgerechnet in Gebäuden auftauchen, ist nicht ungewöhnlich. Nach Angaben des Nabu wird die Nosferatu-Spinne in Deutschland bislang besonders häufig in Häusern gefunden. Als mögliche Erklärung nennt der Verband ihre Vorliebe für Wärme. Im Sommer gibt es allerdings zunehmend auch Meldungen aus Gärten und dem Umfeld von Gebäuden.

Die Art ist in Köln keineswegs neu. Ursprünglich war die Nosferatu-Spinne vor allem im Mittelmeerraum heimisch. Den ersten Nachweis in Deutschland gab es laut NABU im Jahr 2005 in Baden-Württemberg – bereits 2006 wurde sie auch in Köln nachgewiesen. Mittlerweile ist sie in ganz Deutschland verbreitet. In Nordrhein-Westfalen liegen besonders viele Nachweise entlang von Rhein und Ruhr vor.

Wie gefährlich ist die Nosferatu-Spinne?

Mit einer Körperlänge von knapp zwei Zentimetern und einer Beinspannweite von bis zu sechs Zentimetern gehört die Nosferatu-Spinne zu den auffälligeren Spinnen in Deutschland. Ihren Namen verdankt sie einer Zeichnung auf dem Vorderkörper, die an die Filmfigur Nosferatu erinnern soll. Die Art gehört zu den Kräuseljagdspinnen. Anders als viele andere Spinnen baut sie kein Fangnetz, sondern verfolgt ihre Beute und greift sie direkt an.

Das Gesicht derNosferatu-Spinne. (Quelle: IMAGO/W. Willner/imago)
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