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Finanzen

Gespräche über Mega-Fusion wieder aufgenommen

wochentlich.deBy wochentlich.de9 Januar 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Gespräche über Mega-Fusion wieder aufgenommen
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Bergbaukonzerne

Insider: Gespräche über Mega-Fusion wieder aufgenommen

09.01.2026 – 01:39 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Luftaufnahme des Tagebaus Corta Atalaya, ein riesiges Kupferbergwerk, das vom Bergbaukonzern Rio Tinto in Andalusien betrieben wird. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Andreas Werth)

Die Bergbauriesen Glencore und Rio Tinto sprechen wohl wieder über eine Fusion zum weltgrößten Bergbaukonzern. Eine Entscheidung muss bis zum 5. Februar fallen.

Die Bergbaukonzerne Glencore und Rio Tinto haben ihre vor rund einem Jahr beendeten Fusionsgespräche angesichts der weltweiten Rohstoffknappheit wiederbelebt. Glencore sprach am Donnerstagabend von vorläufigen Gesprächen mit dem Rivalen und bestätigte damit einen Bericht der „Financial Times“ („FT“).

Einem Insider zufolge wurden die Gespräche Ende 2025 wieder aufgenommen. Seit dem ersten Versuch hat sich bei Rio Tinto einiges geändert. Unter dem neuen Vorstandschef Simon Trott, der im August sein Amt antrat, will sich der Konzern schlanker aufstellen und sich von weniger wichtigen Vermögenswerten trennen.

Rio Tinto ist der weltgrößte Eisenerzförderer und kommt auf eine Marktkapitalisierung von 142 Milliarden Dollar. Glencore wird mit 65 Milliarden Dollar bewertet. Ein Deal könnte den weltgrößten Rohstoffkonzern mit einem Unternehmenswert inklusive Schulden von mehr als 260 Milliarden US-Dollar schaffen. Die Aktien von Glencore zogen nachbörslich auf der Handelsplattform Tradegate deutlich um mehr als 7 Prozent an, Rio Tinto gewannen ein Prozent.

Weltweit bewegen sich viele Rohstoffpreise, insbesondere diejenigen von Metallen wie Gold, Silber und dem Industriemetall Kupfer, auf Rekordniveau. Vor allem die Jagd auf Kupfer krempelt derzeit die Branche um. In dieser Woche stieg der Kupferpreis bei über 13.300 US-Dollar je Tonne auf ein Rekordhoch. Laut Analysten droht in den kommenden Jahren bis 2040 eine spürbare Knappheit bei dem Metall.

Laut Glencore geht es bei den Gesprächen um einen möglichen Zusammenschluss einiger oder aller Geschäftsteile. Dabei werde auch über eine Fusion über einen reinen Aktientausch gesprochen. Gewissheit über eine Einigung oder Details eines Zusammenschlusses gebe es nicht, hieß es weiter. Der Konzern wolle sich beizeiten weiter äußern. Rio Tinto wollte sich zunächst nicht dazu äußern.

Beide Firmen hätten die Erwartung, dass bei einer Fusion Rio Tinto das Schweizer Unternehmen Glencore kaufen würde, hieß es. Rio Tinto habe nun gemäß den britischen Übernahmeregeln Zeit bis zum 5. Februar, um 17 Uhr, die Absicht für ein Kaufangebot bekannt zu geben, oder anzukündigen, dass Rio Tinto kein Interesse habe.

Laut Beobachtern stieg zuletzt der Druck in der Branche, über Zusammenschlüsse Größenvorteile zu suchen. Rivale Anglo American übernahm im Herbst den Konzern Teck Resources. Zwischenzeitlich hatte zudem Konkurrent BHP Interesse an einer Übernahme von Anglo gezeigt, war damit aber wiederholt abgeblitzt.

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