Mann soll 6.000 Euro zahlen
Gericht verhängt Geldstrafe für Instagram-Kommentar
06.01.2026 – 17:14 UhrLesedauer: 1 Min.
Das Amtsgericht Tiergarten hat einen 40-Jährigen wegen eines Holocaust-verharmlosenden Posts verurteilt. Mehrere Tausend Euro soll der Mann nun zahlen.
Ein Berliner Gericht hat einen Mann zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt. Das Amtsgericht Tiergarten sprach den 40-Jährigen der Volksverhetzung durch Verharmlosung der NS-Verbrechen schuldig.
Der Verurteilte hatte einen Kommentar zu einer Gaza-Demonstration auf Instagram gepostet. Laut Staatsanwaltschaft lautete der Beitrag „Gaza = Auschwitz 2023“. Die Zentrale Meldestelle für strafbare Inhalte im Internet (ZMI) zeigte die Tat an. Der Angeklagte stand zum Tatzeitpunkt unter Führungsaufsicht.
Der Staatsanwalt forderte eine Bewährungsstrafe von sechs Monaten. Das Gericht entschied sich für eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je 40 Euro. „Niemals war es meine Absicht, den Holocaust zu verharmlosen“, sagte der 40-Jährige vor Gericht. Er fügte hinzu: „Es tut mir leid, dass es so rübergekommen ist.“
Der Angeklagte gab an, er habe sich nach einer früheren Verurteilung in Therapie begeben. Er habe eine feste Arbeit gefunden und eine Familie gegründet. Früher sei er islamistisch gewesen, habe sich aber von der Szene gelöst.
„Er hat die Kurve gekriegt“, erklärte der Verteidiger des Mannes. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
