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„Genie der Renaissance“: Leonardo da Vinci-Ausstellung in Astana eröffnet

wochentlich.deBy wochentlich.de11 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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„Genie der Renaissance“: Leonardo da Vinci-Ausstellung in Astana eröffnet
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In Astana wurde die Ausstellung „Leonardo da Vinci: Genie der Renaissance“ eröffnet, die mehr als 40 lebensgroße mechanische Modelle vereint, die aus den Originalzeichnungen und Notizen des Renaissance-Meisters rekonstruiert wurden.

Die Exponate wurden aus Museen in Rom und Florenz nach Kasachstan gebracht und anhand erhaltener Manuskripte, den sogenannten Vinci-Codices, nachgebildet.

„Leonardo da Vinci hat zu seinen Lebzeiten mehr als 20.000 Seiten Manuskripte geschrieben, von denen heute etwa 7.000 erhalten sind“, sagte Narima Mukhambetalina, Leiterin der Ausstellung. „Diese erhaltenen Schriften haben es Spezialisten ermöglicht, mechanische Geräte auf der Grundlage seiner Zeichnungen zu rekonstruieren.“

Die Ausstellung erstreckt sich über fast 3.000 Quadratmeter im Palast des Friedens und der Versöhnung und ist in thematische Bereiche unterteilt, die den Themen Luft, Wasser, Erde und Feuer gewidmet sind.

Die Anlage spiegelt Leonardos lebenslange Faszination für die Kräfte der Natur wider und zeigt, wie er Beobachtungen in technische Lösungen umwandelte, die ihrer Zeit um Jahrhunderte voraus waren.

Zu den Höhepunkten zählen frühe Flugmaschinen, militärische Geräte und technische Mechanismen, die Hunderte Jahre später entwickelte Technologien vorwegnahmen.

Besucher können Leonardos berühmte Luftschraube sehen, die weithin als Vorläufer des modernen Hubschraubers gilt, sowie sein Fallschirmdesign, das seine Studien über Flug und Luftwiderstand widerspiegelt.

Die Ausstellung zeigt auch die Vision des Erfinders von Militärtechnologie. Eine der beliebtesten Ausstellungen ist ein gepanzertes Fahrzeug, das von der Form eines Schildkrötenpanzers inspiriert ist.

Leonardo stellte sich die Maschine als eine bewegliche Festung vor, die Soldaten schützen konnte, während sie über das Schlachtfeld vorrückten.

Weitere Exponate verdeutlichen Leonardos Interesse an Automatisierung und Mechanik. Dazu gehören ein selbstfahrender Karren, der oft als frühes Konzept des Automobils beschrieben wird, sowie Mechanismen wie Kugellager, Zahnräder und Kraftübertragungssysteme, die auch heute noch Einfluss auf die Technik haben.

„Besucher sind oft am meisten überrascht von der Feuerzone, wo Militärmaschinen ausgestellt sind“, sagt Reiseleiterin Dilnaz Zholdaskhanova. „Ein weiterer Bereich, der auf großes Interesse stößt, ist die Luftzone, darunter ein Fallschirm und eine Luftschraube.“

Historische Modelle werden durch moderne Technik ergänzt. LED-Tunnel, digitale Projektionen und holografische Installationen helfen den Besuchern, Leonardos Ideen zu visualisieren und zu verstehen, wie seine Erfindungen funktionieren sollten.

Im Rahmen des Erlebnisses sind auch digitalisierte Versionen seiner berühmtesten Kunstwerke, darunter die Mona Lisa, zu sehen.

Nach Angaben der Veranstalter stößt die Ausstellung dank ihres interaktiven Formats, das es den Gästen ermöglicht, sich direkt mit vielen der Exponate auseinanderzusetzen, auf großes Interesse bei jüngeren Besuchern.

Die Ausstellung ist bis zum 30. September 2026 im Palast des Friedens und der Versöhnung in Astana zu sehen.

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