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Gesundheit

Gefährliches Krim-Kongo-Virus erreicht deutsches Nachbarland

wochentlich.deBy wochentlich.de26 September 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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Gefährliches Krim-Kongo-Virus erreicht deutsches Nachbarland
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Forscher fordern Maßnahmen

Gefährliches Krim-Kongo-Virus erreicht deutsches Nachbarland


26.09.2025 – 10:04 UhrLesedauer: 3 Min.

imago images 0768364077Vergrößern des Bildes

Nachweis in Rindern und Rehen: Mit dem Krim-Kongo-Virus infizierte Tiere zeigen keine Krankheitssymptome. (Quelle: IMAGO/diebildwerft/imago)

Ein gefährlicher Erreger breitet sich aus: In Südfrankreich haben Forscher erstmals das Krim-Kongo-Virus in Wild- und Nutztieren nachgewiesen. Wie groß ist die Gefahr in Deutschland?

Das Krim-Kongo-Virus (CCHFV) ist bislang vor allem aus Afrika, dem Nahen Osten und Teilen Asiens bekannt. Es wird durch Zecken übertragen und kann beim Menschen das lebensgefährliche Krim-Kongo-Hämorrhagische Fieber auslösen.

In Südfrankreich haben Forscher den Erreger nun erstmals bei Rindern, Rehen und Wildschweinen nachgewiesen. Zwar waren nur rund zwei Prozent der über 10.000 getesteten Tiere infiziert, doch in einzelnen Regionen wie den Pyrenäen war die Zahl deutlich höher. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in der Fachzeitschrift „PLOS one“ veröffentlicht.

Die Forscher der Agrarorganisation CIRAD in Montpellier erklären, dass das Virus in den Regionen Südfrankreichs bereits endemisch, also dauerhaft präsent ist. Dabei zeigen die infizierten Tiere in der Regel keine Krankheitssymptome. Die meisten positiv getesteten Wildtiere stammten aus den Pyrenäen. In den Regionen Pyrénées-Orientales und die Hautes-Pyrénées seien die höchsten Ansteckungsraten beobachtet worden.

Übertragen werde das Virus durch die Hyalomma-Zecke. Mit einer Länge von bis zu zwei Zentimetern ist sie wesentlich größer als ihre heimischen Verwandten und gilt als besonders aggressiv. Denn anders als die ursprünglich in Europa heimischen Zecken lauert diese Art nicht auf Gräsern, sondern verfolgt ihre Wirte aktiv – bis zu 100 Meter weit. Ursprünglich stammen Hyalomma-Zecken aus trockenen Regionen Afrikas und Asiens, gelangen aber durch Zugvögel auch immer häufiger nach Europa. In Südeuropa gelten sie mittlerweile als etabliert.

In Deutschland wurde die Hyalomma-Zecke bislang nur vereinzelt nachgewiesen, vor allem wegen des feuchten Klimas. Laut Robert Koch-Institut (RKI) wurden in Deutschland im Jahr 2018 insgesamt 19 Hyalomma-Zecken identifiziert. Eine lokale Häufung konnte nicht festgestellt werden. Aber: Laut dem RKI trug keine dieser Zecken das Krim-Kongo-Virus in sich.

Daher gilt: Der beste Schutz vor dem Krim-Kongo-Fieber und anderen von Zecken übertragenen Krankheiten ist, einen Biss durch die Tiere zu vermeiden. Geeignete Maßnahmen sind lange Kleidung, Zeckenspray und gründliches Absuchen des Körpers nach dem Aufenthalt im Grünen. Denn je schneller eine Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Infektionsrisiko. Doch gegen ein Virus, das sich leise und langsam über Tier und Natur verbreitet, hilft vor allem eins: Wachsamkeit.

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