Sanierung kostet Millionen
Alte Klosterkirche schwer beschädigt – hohe Summe fehlt
Aktualisiert am 26.10.2026 – 06:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Dach einer rund 750 Jahre alten Kirche in Braunschweig ist schwer beschädigt. Die Sanierung kostet Millionen. Nun hoffen die Verantwortlichen auf Unterstützung.
Die Klosterkirche St. Maria im Braunschweiger Stadtteil Riddagshausen muss dringend saniert werden. Das Dach des historischen Bauwerks weist erhebliche Schäden auf. Für die notwendigen Arbeiten werden voraussichtlich rund drei Millionen Euro benötigt. Ein Teil der Finanzierung ist allerdings noch offen.
Wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) mitteilt, fehlen derzeit 200.000 Euro. Um diese Summe aufzubringen, haben sich mehrere Organisationen zusammengeschlossen und eine Spendenkampagne gestartet. Beteiligt sind neben der DSD die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz als Eigentümerin der Kirche, die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Riddagshausen-Gliesmarode und der Förderverein Riddagshausen – Naturschutz und Bürgerschaft.
Feuchtigkeit dringt in Dach der Klosterkirche ein
Die Schäden betreffen unter anderem die Verbindungen zwischen Sparren und Dachbalken. Zudem dringt Feuchtigkeit in die Dachkonstruktion ein. Eine umfassende Instandsetzung soll verhindern, dass das denkmalgeschützte Gebäude weitere Schäden erleidet.

Die Spendenkampagne wurde bereits am Tag des offenen Denkmals gestartet. Am 15. Oktober informierten die Beteiligten bei einem gemeinsamen Termin an der Kirche über die Aktion. Um die Finanzierungslücke zu schließen, wird nicht nur in der Region um Unterstützung geworben. Auch bundesweit macht die Deutsche Stiftung Denkmalschutz über ihr Magazin „MONUMENTE“ auf das Vorhaben aufmerksam.
Braunschweiger Klosterkirche ist rund 750 Jahre alt
Die zwischen 1216 und 1275 errichtete Klosterkirche zählt zu den ältesten erhaltenen frühgotischen Bauwerken Norddeutschlands. Ihre Größe und imposante Gestalt gehen auf die Förderung des damaligen Klosters durch Kaiser Otto IV. zurück. Charakteristisch sind der kreuzförmige Grundriss und die zurückhaltende Architektur des Zisterzienserordens.
Nach Zerstörungen und Plünderungen endete 1568 das Klosterleben in Riddagshausen. Die Kirche wurde anschließend evangelisch-lutherische Gemeindekirche und wird bis heute als Gotteshaus genutzt. Im Inneren sind unter anderem der Hochaltar, der Lettner und der Taufdeckel aus dem 17. und 18. Jahrhundert erhalten.
Heute ist die Klosterkirche nicht nur Gotteshaus, sondern auch Kulturort und beliebtes Ausflugsziel. Spenden für die Dachsanierung sind über die Internetseite der Deutschen Stiftung Denkmalschutz möglich.