Von Euronews
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Frankreich wird eine Untersuchung zur Behandlung seiner Staatsangehörigen an Bord der Gaza-Flottille einleiten. Diese am Freitag vom französischen Außenminister Jean-Noël Barrot bekannt gegebene Entscheidung folgt Berichten, wonach Aktivisten während ihrer Haft Demütigungen, Vergewaltigungen und Folterungen ausgesetzt waren.
„Basierend auf einem Bericht, den ich bei unserem Generalkonsul in der Türkei angefordert habe, in dem sexuelle Gewalt, Kälteeinwirkung, Schläge und wiederholte Demütigungen französischer Staatsangehöriger detailliert beschrieben werden – alles Handlungen, die Straftaten darstellen könnten“, sagte Barrot.
„Ich habe gestern (Donnerstag) beschlossen, die Angelegenheit gemäß Artikel 40 der Strafprozessordnung an die Staatsanwaltschaft weiterzuleiten. Dieser Fall liegt nun in den Händen der Justiz.“
Italien, Irland und Spanien hatten die EU bereits aufgefordert, Sanktionen gegen Israels rechtsextremen nationalen Sicherheitsminister zu verhängen, der ein Video gepostet hatte, das inhaftierte Aktivisten der Flottille auf dem Weg nach Gaza zeigte, die mit gefesselten Händen auf die Knie gezwungen wurden.
Ein weltweiter Aufschrei brach aus, nachdem Itamar Ben Gvir das Video ausländischer Aktivisten der Flottille veröffentlichte, die von Israel auf See festgehalten wurden und im südlichen Hafen von Aschdod auf ihre Abschiebung warteten.
Vor einigen Tagen bezeichnete die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni die Behandlung der Aktivisten als „unerträglich“ und forderte eine Entschuldigung Israels. Der spanische Premierminister Pedro Sánchez hatte die Behandlung der Aktivisten als „inakzeptabel“ bezeichnet.
Die Global Sumud Flotilla war von der Türkei aus in See gestochen, um Aktivisten zu versuchen, die israelische Blockade des palästinensischen Gebiets zu durchbrechen, nachdem israelische Streitkräfte einen früheren Konvoi abgefangen hatten.
Israel kontrolliert alle Einreisepunkte in den Gazastreifen, der seit 2007 unter israelischer Blockade steht.
Während des Gaza-Krieges, der durch den Angriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 ausgelöst wurde, kam es in dem Gebiet zu erheblichen Engpässen bei Nahrungsmitteln, Medikamenten und anderen lebenswichtigen Gütern, wobei Israel zeitweise Hilfslieferungen ganz einstellte.
