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Gesundheit

Forscher finden Ursprung der „Wikinger-Krankheit“

wochentlich.deBy wochentlich.de9 Januar 2024Keine Kommentare2 Mins Read
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Forscher finden Ursprung der „Wikinger-Krankheit“
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Vor allem Männer über 50 leiden an der Wikinger-Krankheit Morbus Dupuytren. Jetzt haben Forscher die Hauptursache für das Leiden ausgemacht.

Es fängt mit teils schmerzhaften Knötchen in den Handinnenflächen an. Dann lassen sich einzelne oder mehrere Finger nicht mehr strecken. Irgendwann bleiben die Gliedmaßen steif. Von der Krankheit Morbus Dupuytren sind vor allem ältere Männer betroffen – bis zu 30 Prozent der über 60-Jährigen in Nordeuropa.

Darum ist das Leiden auch als Wikinger-Krankheit bekannt. Und wie Forscher jetzt herausgefunden haben, steigern Neandertaler-Gene das Risiko einer Erkrankung wohl deutlich.

„Da die Dupuytren-Kontraktur bei Personen afrikanischer Abstammung selten auftritt, haben wir uns gefragt, ob Genvarianten von Neandertalern teilweise erklären können, warum überwiegend Menschen außerhalb Afrikas betroffen sind“, kommentiert Hugo Zeberg vom Karolinska-Institut in Stockholm die Studie.

Wichtigste Risikofaktoren stammen von den Neandertalern

Die Wissenschaftler verglichen laut ihrer Studie die Genome von 7.871 an Morbus Dupuytren erkrankten Personen und verglichen diese mit denen von 645.880 gesunden Kontrollpersonen. Dabei entdeckten die Forscher 61 genetische Risikofaktoren für die Wikinger-Krankheit.

Wie die Wissenschaftler weiter schreiben, hätten die Erkrankten zwei der drei wichtigsten Risikofaktoren für Morbus Dupuytren von Neandertalern geerbt. Das sei ein weiterer Beweis dafür, dass die Vermischung zwischen Neandertalern und unseren Vorfahren enorme Konsequenzen für die Entstehung von Krankheiten haben könne, heißt es weiter.

Ende 2020 hatten Forscher vom Max-Planck-Institut herausgefunden, dass eine von den Neandertalern stammende DNA-Sequenz bei Nordeuropäern mit einem höheren Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 verbunden ist.

Die Wahrscheinlichkeit, dass an Covid erkrankte Menschen mit dieser Genvariante künstlich beatmet werden müssen, sei etwa dreimal höher, hieß es damals. In einer anderen Studie hatten Forscher herausgefunden, dass Neandertaler-Gene den Verlauf einer Corona-Erkrankung positiv beeinflussen könne.

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