Ab Berlin

Flixtrain plant stündliche Verbindung zu anderer Metropole

23.09.2026 – 14:29 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Zug des Unternehmens. Flix stellt auf der Innotrans einen ersten fertigen Waggon des Herstellers Talgo für die neuen Züge vor, die ab 2028 kommen sollen. (Quelle: Matthias Arnold/dpa/dpa-bilder)

Der Wettbewerber der Deutschen Bahn will sein Netz deutlich ausbauen. Dafür investiert das Unternehmen Milliarden und kündigt auch schnellere Fahrzeiten an.

Flixtrain will ab 2027 zwischen Berlin und Hamburg im Stundentakt fahren und dabei schneller sein als die ICE-Züge der Deutschen Bahn. Das kündigte Flixtrain-Chef Matthias Müller auf der Mobilitätsmesse Innotrans in Berlin an. Bis 2028 plant das Unternehmen zudem eine Verdoppelung seiner Flotte und danach den Einsatz von 65 neu bestellten Hochgeschwindigkeitszügen.

Derzeit betreibt Flixtrain 16 Züge. Die zusätzlichen Fahrzeuge sollen komfortabler ausgestattet sein als die bisherigen; teilweise handelt es sich um umgerüstete Gebrauchtfahrzeuge. Ab 2028 kommen dann 65 neue Hochgeschwindigkeitszüge des Herstellers Talgo hinzu. Einen ersten fertigen Wagen stellte Flix auf der Innotrans vor. Insgesamt investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 2,4 Milliarden Euro in den Flottenausbau.

Strecke in den Großraum München ist ebenso geplant

Flix-Konzernchef André Schwämmlein nannte als Ziel, in Deutschland ein weiteres Fernverkehrsnetz aufzubauen und dabei auch kleinere Städte und Mittelzentren anzubinden. Bislang ist Flixtrain vor allem auf einzelnen lukrativen Strecken zwischen großen Metropolregionen unterwegs. Ab 2028 solle auch der Großraum München angebunden werden, etwa mit einer Verbindung nach Berlin.

Trotz des Wachstumskurses von Flix dominiert die Deutsche Bahn den Fernverkehrsmarkt weiterhin mit einem Anteil von rund 95 Prozent. Ab 2028 will zudem das italienische Zugunternehmen Italo in den deutschen Markt einsteigen. Die Bundesnetzagentur hat dafür die Regeln zur Trassenvergabe geändert: Die Deutsche Bahn muss künftig mindestens ein Viertel der Trassenkapazitäten auf stark ausgelasteten Strecken an Wettbewerber abgeben. Der Konzern geht juristisch gegen diesen Beschluss vor.

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