Bürgermeister spricht von Benzingeruch
Haus brennt – Helfer können Vater und kleinen Sohn nicht retten
Aktualisiert am 17.09.2026 – 12:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Haus einer jungen Familie brennt. Die Feuerwehr eilt zum Einsatzort: Zu dem Zeitpunkt sind noch alle vier Familienangehörigen im Haus. Die Staatsanwaltschaft äußert einen Verdacht.
In Sachsen-Anhalt sind bei einem Hausbrand ein 38 Jahre alter Vater und sein fünfjähriger Sohn ums Leben gekommen. Auch sofort eingeleitete Wiederbelebungsmaßnahmen konnten das Leben der beiden nicht mehr retten, wie eine Polizeisprecherin sagte.
Die 36 Jahre alte Mutter sowie die neunjährige Tochter kamen unterdessen mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Das Mädchen habe schwerste Verletzungen erlitten, erklärte die Polizeisprecherin t-online.
Brennendes Einfamilienhaus – die ganze Familie war zu Hause
Die Rettungskräfte waren am Mittwochabend kurz nach 21 Uhr zu dem brennenden Einfamilienhaus in Schnaudertal im Burgenlandkreis gerufen worden. Zu dem Zeitpunkt befand sich der Sprecherin zufolge noch die gesamte vierköpfige Familie im Gebäude.
Wieso das Haus im Ortsteil Kleinpörthen brannte, ist noch vollkommen unklar. Die Ermittlungen liefen in alle Richtungen, sagte die Polizeisprecherin t-online weiter. Wie hoch der Sachschaden ist, sei noch unklar. Das Haus wirke noch recht intakt, der Schaden am Gebäude sei vermutlich nicht allzu hoch.
Gerüchte im Dorf kursieren: War es ein erweiterter Suizid?
Erste Hinweise deuteten auf einen „erweiterten Suizid“ hin, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Halle der Deutschen Presse-Agentur. Das Brandgeschehen habe sich nur kleinräumig im Inneren des Hauses abgespielt.
Hinweis der Redaktion
Berichte über Suizide können wissenschaftlichen Studien zufolge Anreiz für Nachahmungen geben. Wir berichten daher nur dann über Selbsttötungen, wenn die Betroffenen besonders prominent oder die Begleitumstände außergewöhnlich sind. Falls Sie selbst viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.
„Das Dorf ist geschockt“, sagte der Kleinpörthener Ortsbürgermeister Hans-Hubert Schulze der Deutschen Presse-Agentur. Der Fall habe die Menschen in dem kleinen Ort wie ein Schlag getroffen. Es kursierten bereits erste Gerüchte, berichtet Schulze. „Der eine sagt, es hätte wohl nach Benzin gerochen.“ Er mahnt allerdings, die Ermittlungen abzuwarten: „Ich sage, quatscht nicht so ein Zeug. Nachher stimmt es nicht.“
Der 38-jährige Verstorbene sei selbst aktives Mitglied der freiwilligen Ortsfeuerwehr gewesen. „Es ist tragisch, weil das ein aktiver Kamerad gewesen ist und eben sehr jung“, so der Bürgermeister. In den vergangenen Wochen habe der Mann gemeinsam mit anderen etwa beim Bau einer neuen Feuerwehrgarage im Dorf geholfen.
Schnaudertal gehört der Verbandsgemeinde Droyßiger-Zeitzer Forst an. Es ist die südlichste Gemeinde Sachsen-Anhalts und liegt in der Nähe von Zeitz. Im Einsatz waren mehr als 40 Kräfte von verschiedenen Feuerwehren. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.
