1. Runde des DFB-Pokals
Nach frühem Schock: Bayern dreht Spiel bei Underdog
Aktualisiert am 02.09.2026 – 22:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Spiel beginnt für den deutschen Rekordmeister mit einem Schlag. Dann entwickelt sich eine umkämpfte Partie. Ein Rückkehrer hilft dabei, alles klarzumachen.
Pflichtaufgabe erfüllt für den FC Bayern: Der deutsche Rekordmeister hat seinen Auftakt in den DFB-Pokal bei Zweitligist VfL Osnabrück mit 4:1 (2:1) gewonnen und damit die zweite Runde erreicht – hatte trotz des letztlich deutlichen Ergebnisses gegen den leidenschaftlich kämpfenden und diszipliniert verteidigenden Underdog aber zeitweise einige Mühe.
Harry Kane (18., 86./Foulelfmeter), Tom Bischof (24.) und Michael Olise nach starker Vorlage des eingewechselten Lennart Karl (73.) trafen für die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany und drehten die Partie, nachdem Osnabrück durch ein Traumtor von Robin Meißner in Führung gegangen war.
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Trotz der gesundheitlichen Sorgen um Superstar Jamal Musiala legte Bayern nach dem dominanten Bundesliga-Auftakt gegen den VfB Stuttgart (5:1) damit einen insgesamt entspannten Start in die Saison hin und scheint für den Beginn der Champions League nächste Woche gegen den FK Bodö/Glimt gut gerüstet zu sein.
So lief das Spiel
Die Gäste wurden sofort geschockt. Meißner fackelte nach einem Zweikampf mit Jonathan Tah nicht lange, zog aus rund 30 Metern ab und traf in den rechten Winkel. Marke Tor des Jahres. Bayern-Keeper Jonas Urbig, der wie angekündigt Manuel Neuer ersetzte, hatte keine Chance.
Doch die Bayern, bei denen 50-Millionen-Neuzugang Ismael Saibari sein Startelf-Debüt feierte, reagierten cool. Sie legten sich Osnabrück einige Minuten zurecht, suchten geduldig eine Lücke in der Defensive – und stachen dann zu. Erst glich Kane nach einem typischen Chippass von Kapitän Joshua Kimmich aus, danach nutzte Bischof einen Abstauber zur Führung. Olise und erneut Kane nach einem Foul von VfL-Spielführer Jannik Müller an Aleksandar Pavlovic machten alles klar.
Die 15.741 Zuschauer an der ausverkauften Bremer Brücke hatten auf eine Überraschung gehofft, doch der große Favorit und Rekordpokalsieger trat dafür zu entschlossen, zielstrebig und spritzig auf. Schließlich erinnern sie sich in München nur zu gut daran, dass sie in den vergangenen Jahren auf dem Weg nach Berlin auch immer wieder viel zu früh gescheitert waren. Erst im Sommer kehrte der Pokal nach sechs Jahren Durststrecke wieder an die Isar zurück – diesmal soll der Titel erfolgreich verteidigt werden.
Der Auftakt war kein Spaziergang, Osnabrück lieferte dem Favoriten einen packenden Fight. Die Mannschaft von Timo Schultz warf sich mit viel Willen in jeden Zweikampf, biss, ackerte, wühlte – und die lautstarken Fans brüllten ihr Team immer wieder nach vorne. Doch am Ende gingen Osnabrück auch ein bisschen die Kräfte aus. Und so ist Bayern dem Sehnsuchtsort Berlin einen kleinen Schritt näher gekommen.
