Sicherheitsmerkmale verschärft

Vorsicht beim Parmesan-Kauf: So viele Fälschungen sind im Umlauf


22.08.2026 – 09:56 UhrLesedauer: 3 Min.

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Italienischer Hartkäse (Symbolbild): Fälscher verkaufen minderwertigen Käse. (Quelle: luckyuran via imago-images.de/imago)

Parmigiano Reggiano ist teuer – und deshalb ein lukratives Ziel für Betrüger. Das Konsortium setzt auf Sicherheitsmaßnahmen.

Parmigiano Reggiano zählt zu den bekanntesten Käsesorten weltweit. Zugleich ist er auch eine der teuersten. Und das macht ihn zu einem begehrten Ziel für Fälscher. Laut dem Parmigiano-Reggiano-Konsortium werden jährlich schätzungsweise zwei Milliarden Euro mit gefälschtem Parmesan außerhalb der Europäischen Union umgesetzt. Das sind etwa 200.000 Tonnen und somit „mehr als das Dreifache des exportierten Volumens von Parmigiano Reggiano“, erklärt Pressesprecher Benedetto Colli auf Nachfrage von t-online.

Was macht echten Parmigiano Reggiano aus?

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Bei Parmigiano Reggiano handelt es sich um eine geschützte Ursprungsbezeichnung (DOP). Nur Hartkäse, der in den italienischen Provinzen Parma, Reggio Emilia, Modena sowie in Teilen von Bologna und Mantua hergestellt wird, darf diesen Titel tragen. Darüber hinaus müssen die Kühe, deren Milch für die Produktion verwendet wird, ebenfalls aus diesen Regionen stammen und dürfen nur mit Gras und Heu gefüttert werden. Der Käse reift mindestens zwölf Monate, bevor er verkauft werden darf. Durch das DOP-Siegel wird garantiert, dass der Hartkäse diese Vorgaben einhält.

Die Kriminellen verwenden für ihre gefälschte Ware häufig Milch aus anderen Regionen mit minderer Qualität. Auch die Qualitätsstandards hinsichtlich der Kühe und der Herstellung sind geringer. Dennoch wird der Hartkäse aus diesen Produktionen von den Fälschern mit einem DOP-Siegel versehen und als echter Parmigiano Reggiano verkauft. Das schadet nicht nur den Verbrauchern, sondern auch dem Ruf der Käsespezialität. „Es handelt sich um ein Phänomen, gegen das wir seit Jahren täglich kämpfen, sowohl durch rechtliche Maßnahmen als auch durch intensive Förderung und Bildung, damit die Verbraucher lernen, die Authentizität zu erkennen und einzufordern, die nur ein Produkt mit geschützter Ursprungsbezeichnung garantieren kann“, betont Colli.

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Chips gegen Kriminelle

Um Käufer vor dem Betrug mit gefälschtem Parmigiano zu schützen, haben Betriebe des Parmigiano-Reggiano-Konsortiums vor mehreren Jahren damit begonnen, Mikrochips in die Käserinde einzuarbeiten. Diese Chips sind etwa so groß wie ein Reiskorn. Von außen sind sie nicht sichtbar und könnten auch problemlos mitgegessen werden – falls die Rinde einmal mitgegessen wird. Die Chips speichern Informationen über die Herkunft des Käses und die verwendete Milch.

Fälschungen im Supermarkt erkennen

Doch Verbraucher haben selten die Möglichkeit, den Chip auszulesen. Wie können sie also einen authentischen Parmigiano Reggiano erkennen – und welche Empfehlungen gibt das Konsortium, um sich vor Fälschungen zu schützen?

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