Neue Funktionen

Google-Nutzer sollen mehr Einfluss auf Inhalte bekommen


22.08.2026 – 12:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Google-App auf dem Smartphone: Nutzer können bevorzugte Inhalte künftig per Freitext steuern. (Quelle: Google)

Bislang entscheidet vor allem der Algorithmus, was bei Google erscheint. Das ändert der Konzern nun an mehreren Stellen.

Google hat mehrere neue Einstellungen angekündigt, mit denen Nutzer genauer festlegen können, welche Themen und welche Medien ihnen der Konzern anzeigt. Die Änderungen betreffen die Suche, den Discover-Feed und die App Google News.

Discover erscheint automatisch in der Google-App und beim Öffnen neuer Chrome-Tabs. Bisher konnten Nutzer die Auswahl nur grob beeinflussen, etwa über die Angaben „Mehr davon“ und „Weniger davon“. Wie das Unternehmen in einem Blogbeitrag schreibt, führt das Menü mit den drei Punkten an einem Beitrag künftig zu einem freien Textfeld.

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Dort lasse sich in eigenen Worten eintragen, welche Themen oder Links häufiger und welche seltener auftauchen sollen. Google nennt als Beispiele Ideen für Küchenrenovierungen, allerdings nur nachhaltige, oder Videos über Wochenendtrips ohne Camping.

Eingabe wie beim Chatbot

Eine feste Themenliste gibt der Konzern nicht vor. Die Eingabe funktioniere ähnlich wie ein Chat mit einem KI-Programm, die Übersicht passe sich unmittelbar an und speichere die Angaben. Wer mit dem Ergebnis nicht zufrieden sei, könne nachbessern.

Eingeführt werden soll die Funktion in den nächsten Tagen in der Google-App. Wie das Technikportal „heise online“ berichtet, gilt das zunächst nur für die USA. Eine weltweite Einführung sei demnach aber geplant.

Schaltfläche für bevorzugte Quellen

In der Google-Suche lassen sich einzelne Websites bereits als bevorzugte Quellen hinterlegen. Bislang mussten Nutzer diese Einstellung selbst vornehmen. Nun stellt Google den Verlagen eine Schaltfläche bereit, die sie auf ihren Seiten einbinden können. Ein Klick darauf fügt die Publikation als bevorzugte Quelle hinzu und führt den Leser anschließend an die Stelle zurück, an der er war.

Beiträge dieser Medien sollen danach häufiger im Kasten mit den Schlagzeilen erscheinen, außerdem in den KI-Übersichten und im KI-Modus. Gemeint sind die von Künstlicher Intelligenz erzeugten Zusammenfassungen über den Suchergebnissen und die dialogbasierte Variante der Suche. Die Reihenfolge der übrigen Treffer ändere sich dadurch nicht. Insgesamt hätten Nutzer bislang mehr als 600.000 verschiedene Quellen ausgewählt, teilt Google mit.

In der Android-Version von Google News lassen sich zudem die täglichen Audio-Zusammenfassungen genauer zuschneiden. Nutzer können Bereiche wie Schlagzeilen, Wirtschaft, Unterhaltung und Lifestyle, Sport oder Wissenschaft und Technik auswählen und die Auswahl innerhalb dieser Kategorien weiter eingrenzen. Die Beiträge nennen die verwendeten Quellen und verlinken die vollständigen Artikel.

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