Eine Stunde von Frankfurt

Fachwerk, Dom und Lahnblick: Ausflug nach Limburg an der Lahn


11.06.2026 – 21:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Der St. Georgs-Brunnen und Fachwerkhäuser in der Altstadt von Limburg an der Lahn (Archivbild): Die Stadt hat einiges an Fachwerkarchitektur zu bieten – aber nicht nur das. (Quelle: IMAGO/Peter Schickert/imago)

Enge Gassen, sieben Türme über dem Fluss, Fachwerk aus dem 13. Jahrhundert: Limburg an der Lahn ist kompakt, dicht und überraschend gut erhalten. Ein Tagesausflug.

Nur rund 50 Kilometer nordwestlich von Frankfurt liegt eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Altstädte Hessens: Limburg an der Lahn. Die Stadt bietet wartet Fachwerk aus sieben Jahrhunderten, ein Dom auf dem Felsen und mitsamt ruhigem Flussufer, direkt darunter.

Das Spannende an der Altstadt ist, wie einheitlich die Gebäude sind. Denn die Fachwerkhäuser sind nicht alle aus der gleichen Zeit, sondern wurden zwischen dem 13. und 19. Jahrhundert erbaut. Trotzdem zeigt sich beim Erkunden der engen Gassen ein erstaunlich geschlossenes, historisches Stadtbild. Viele der Fachwerkhäuser werden auch bewohnt, statt als Museen zu fungieren.

Besonders stimmungsvoll sind zwei Märkte: Da wäre der Fischmarkt, einst Handelszentrum der Limburger Wollweber und 1317 erstmals urkundlich erwähnt. Sehenswert ist auch der Kornmarkt, auf dem die schmalen Giebel und die vielfältigen Häuserfassaden besonders gut miteinander harmonieren.

Historische Fachwerkhäuser in der Limburger Altstadt (Archivbild): Die Geschichte der Fachwerk-Bauten in der Stadt reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Gerd Harder/imago)

In der Römergasse steht das älteste Fachwerkhaus der Stadt: ein Bau aus dem Jahr 1289, errichtet von einem jüdischen Kaufmann. Im Inneren fand sich eine Mikwe, ein traditionelles jüdisches Tauchbad. Solche Überreste der mittelalterlichen Stadtgeschichte sind nicht nur äußerst selten, sondern machen das alltägliche Leben der Menschen von damals für Menschen in der Gegenwart greifbar.

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Kunstinteressierte können sich schon mal das Haus der sieben Laster in der Brückengasse notieren. Das 1567 erbaute Fachwerkhaus beherbergt ein Kunstmuseum, einen Vorgeschmack gibt es an den äußeren Querbalken: Diese sind mit geschnitzten Fratzen verziert, die wiederum die sieben Todsünden darstellen.

Sieben Neidköpfe (Archivbild) am historischen Haus der sieben Laster erbaut 1567. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Gerald Abele/imago)
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