Gefahr durch Gewittersysteme
Heftiger Starkregen – DWD warnt vor „extremen Mengen“
30.06.2026 – 15:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Es bewegt sich etwas über Deutschland: Luftmassen stoßen aneinander, Gewitter schließen sich zu Systemen zusammen und entladen sich. Der DWD warnt: Es wird turbulent.
Diagonal über der Mitte Deutschlands trennt eine Luftmassengrenze am Dienstag schwül-heiße Subtropikluft von weniger warmer Meeresluft im Nordwesten: Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) bekommt sie in der Nacht zum Mittwoch Schub – und dann wird es richtig wild.
Die Luftmassengrenze zieht demnach als Kaltfront bis Mittwochnachmittag südostwärts, was zu teils heftigen Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen führt. Schon ab Dienstagnachmittag und -abend geht es langsam los. Dem DWD zufolge bilden sich in der schwül-heißen Luft in der Südosthälfte vom Bergland ausgehend einzelne Gewitter.
„Richtig turbulent wird es aber erst in der Nacht zum Mittwoch“, warnt der Wetterdienst. Dann sollen die Gewitter von Südwesten her immer häufiger werden und sich zu mehreren größeren Gewittersystemen zusammenschließen. „Dann besteht vor allem in Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen und Sachsen erhöhte Unwettergefahr“, warnt der DWD.

Unwettergefahr am Mittwoch: Das sind die Hotspots
Insbesondere droht heftiger Starkregen: Es können binnen weniger Stunden Mengen von 30 bis 50, örtlich sogar extreme Mengen um 80 Liter pro Quadratmeter fallen. Das entspricht laut DWD dem ein- bis anderthalbfachen einer üblichen Monatssumme an Niederschlag. Sturzfluten, Überschwemmungen, vollgelaufene Keller und Hochwasser an kleinen Bächen und Flüssen sowie Erdrutsche drohen.
Auch am Mittwoch besteht noch Unwettergefahr: Die gewittrigen Starkniederschläge ziehen nur langsam ostwärts ab. Besonders vom Alpenrand bis zur Oder und Neiße bleibt es dem DWD zufolge gefährlich.

