Deutschland schwitzt, fast im gesamten Land gelten amtliche Hitzewarnungen. Aber das ist nicht alles: Schwere Gewitter rollen heran.

Es wird gefährlich. Am Freitag ächzt Deutschland unter hohen Temperaturen, der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet Temperaturen von bis zu 38 Grad. Es gelten amtliche Hitzewarnungen von den Küsten bis zu den Alpen.

Ab dem Nachmittag verschärft dann eine Gewitterlage die Situation. Laut DWD sind sogar „extreme Unwetter“ möglich. Das würde Warnstufe 4 von 4 bedeuten – die höchstmögliche Alarmstufe.

Auch der Diplom-Meteorologe Dominik Jung erwartet teils heftige Gewitter, die bis in die Nacht hinein wüten. „Die Zutaten sind vorhanden“, erklärt er t-online auf Anfrage. Die Kombination aus großer Hitze und hoher Luftfeuchte lasse die Luft schwül und energiereich werden.

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Quelle: Glomex

Der Experte sieht zwar kein flächendeckendes Großereignis heraufziehen, sondern eher punktuelle Unwetter – aber diese könnten umso unangenehmer werden: Sturzfluten mit bis zu 40 Litern Starkregen innerhalb kurzer Zeit sind demnach zu befürchten, außerdem schwere Sturmböen mit bis zu 100 km/h. Kommt es richtig hart, ballen sich die Gewitter zu rotierenden Superzellen zusammen, die im Extremfall auch Tornados mit sich bringen können.

„Das ist die klassische Sturzflut-Gefahr“

Wirbelstürme stellen laut Jung am Freitag allerdings nicht die Hauptgefahr dar, auch wenn sie nicht ganz auszuschließen seien. Er meint: „Die mit Abstand größte Gefahr geht von der Wassermenge aus.“

DWD-Warnkarte am Freitagmittag: In den dunkellila gefärbten Bereichen herrscht extreme Hitzebelastung, in den heller gefärbten Zonen besteht ebenfalls Gesundheitsgefahr. (Quelle: DWD)

Zur Verdeutlichung: Laut DWD kann in kurzer Zeit so viel Regen fallen, wie sonst in einem halben Monat nicht. Jung macht es plastisch: „Wenn 40 Liter in 30 bis 60 Minuten fallen, kann eine Unterführung volllaufen, ein Bach in Minuten über die Ufer treten, ein Keller geflutet werden – das ist die klassische Sturzflut-Gefahr.“

Lebensgefahr besteht auch durch Blitzschlag im Freien, herabstürzende Äste und umstürzende Bäume. Im Verkehr drohen Aquaplaning und Sichtbehinderung und damit schwere Unfälle. Hinzu kommen größere Hagelgeschosse, die so groß ausfallen könnten, dass sie Dachfenster und Autoscheiben durchschlagen.

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