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Politik

Erste Tsunami-Wellen in Japan auf Land getroffen

wochentlich.deBy wochentlich.de1 Januar 2024Keine Kommentare3 Mins Read
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Erste Tsunami-Wellen in Japan auf Land getroffen
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Erste Tsunami-Wellen in Japan auf Land getroffen


Aktualisiert am 01.01.2024 – 10:47 UhrLesedauer: 3 Min.

Tsunami-Warnung: Aufnahmen zeigen das Beben der Stärke 7,4 in Japan und seine Folgen. (Quelle: t-online)

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Selbst in Tokio schwankten die Gebäude: Ein schweres Erdbeben in Japan hat einen Tsunami ausgelöst. Die ersten Wellen haben das Land bereits erreicht.

Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat die japanische Hauptinsel Honshu erschüttert. Nun sind erste Tsunami-Wellen auf Land getroffen. Das teilte die japanische Meteorologiebehörde am Montag mit.

Eine Sprecherin des japanischen Fernsehsenders NHK hatte zuvor die Bewohner ununterbrochen und mit eindringlicher Stimme aufgefordert, sich auf Anhöhen in Sicherheit zu bringen. Berichte über Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor.

Auch im Raum der Millionen-Hauptstadt Tokio gerieten Gebäude ins Schwanken. Das Beben ereignete sich auf der Noto-Halbinsel in der Präfektur Ishikawa.

Regierung: Atomkraftwerke nicht beeinträchtigt

Auch die anderen japanischen Sender unterbrachen ihr Programm, um die Menschen vor dem drohenden Tsunami zu warnen. Das Pacific Tsunami Warning Center (PTWC) in den USA warnte, dass in einem Umkreis von 300 Kilometern um das Epizentrum des Bebens gefährliche Tsunami-Flutwellen möglich seien.

Der Betrieb der Atomkraftwerke in Japan wurde durch die Erdbeben und Flutwellen nach Angaben der Regierung zunächst nicht beeinträchtigt. „Es wurde bestätigt, dass es Stand jetzt keine Anomalien im Atomkraftwerk Shika (in Ishikawa) und anderen Kraftwerken gibt“, sagte Regierungssprecher Yoshimasa Hayashi.

Der Betreiber eines Kernkraftwerks in der Stadt Shika in der Präfektur Ishikawa erklärte laut einem Bericht von NHK, dass er prüfe, ob das Beben Auswirkungen auf die Anlage hatte. Nach Angaben der Hokuriku Electric Power Company waren beide Reaktoren des Kernkraftwerks Shika vom Netz.

Örtliche Energieversorger teilten mit, nach den Erdbeben sei in etwa 33.500 Haushalten der Strom ausgefallen. Betroffen seien die Präfekturen Toyama, Ishikawa und Niigata auf der Hauptinsel Honshu. In der Nähe des Epizentrums des schweren Bebens wurden größere Straßen gesperrt, wie der Betreiber mitteilte. Auch die Fahrten der Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Tokio und der Region Noto wurden nach Angaben der japanischen Bahn ausgesetzt.

Die japanische Fluglinie ANA leitete vier Flüge nach Toyama and Ishikawa um, der Konkurrent Japan Airlines strich die meisten Flüge nach Niigata und Ishikawa für den Rest des Tages.

Warnung vor weiteren Beben

Japan warnt zudem vor neuen Erdbeben in den Präfekturen Ishikawa, Niigata, Nagano und Toyama. Besondere Wachsamkeit sei in den kommenden zwei bis drei Tagen nötig. In den betroffenen Gebieten sei auch das Risiko von Feuersbrünsten und Erdrutschen erhöht.

Seit dem Neujahrsmorgen sei ein Erdstoß mit einer Stärke von sieben auf der japanischen Skala und drei Stöße mit Stärke fünf registriert worden, erklärte die meteorologische Agentur des Landes.

Region bereits im Mai von Erdbeben betroffen

Die Präfektur Ishikawa war bereits Anfang Mai von einem Erdbeben der Stärke 6,3 erschüttert worden. Dabei war eine Person ums Leben gekommen, 49 weitere erlitten Verletzungen.

Japan ist eines der am stärksten von Beben gefährdeten Länder der Welt. Denn das Land liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, wo tektonische Platten aufeinanderstoßen. In diesem Gebiet kommt es häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Deswegen gelten in Japan strenge Bauvorschriften, regelmäßig gibt es Erdbeben-Übungen.

Am 11. März 2011 war die japanische Ostküste von einem Erdbeben der Stärke 9,0 und einem Tsunami getroffen worden. Durch die Naturkatastrophe kamen 18.000 Menschen ums Leben. Der Tsunami traf außerdem auf das Atomkraftwerk Fukushima und führte dort zu gewaltigen Explosionen und zur Kernschmelze in drei Reaktoren. Es war das weltweit schwerste Atomunglück seit dem GAU in Tschernobyl 1986.

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