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You are at:Home»Sport»„Er war doch schon raus“: Hempel macht das Unmögliche wahr
Sport

„Er war doch schon raus“: Hempel macht das Unmögliche wahr

wochentlich.deBy wochentlich.de23 Dezember 2023Keine Kommentare3 Mins Read
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„Er war doch schon raus“: Hempel macht das Unmögliche wahr
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Florian Hempel stand in der 2. Runde mit dem Rücken zur Wand. Doch der Ex-Handballer schaffte trotz mehreren Matchdarts für den Gegner noch die Wende.

Die ersten zwei Sätze hatte Florian Hempel schon verloren. Ein dritter würde das Aus bedeuten. 2:2 bei den Legs lautete der Spielstand vor dem letzten und entscheidenden Leg. Gegner und Favorit Dimitri van den Bergh war zuerst im Finishbereich, Florian Hempel blieb nur die Hoffnung. Doch der Belgier ließ dem „Kölsche Jung“ noch eine Chance – und Hempel nutzte sie. Über die Doppel-2 holte er sich das Leg und damit auch den Satz. Klatsche abgewendet, noch ist nichts verloren. Hempel nickte in Richtung seiner Begleiter. Ein klassisches: „Geht doch.“

Doch statt einer Wende sah es danach wieder nach Niederlage aus. Hempel machte die gleichen Fehler, ließ die Konstanz vermissen. Die ersten beiden Legs gingen an van den Bergh. Die Nummer 15 der Weltrangliste erspielte sich sogar einen Matchdart, verfehlte aber das „Bull’s Eye“. Letzte Chance für Hempel. Er brauchte ein Finish über 151 Punkte.

Und tatsächlich: Der „Kölsche Jung“ traf die Triple-17, die Triple-20 und die Doppel-20. Hempel schlug sich auf die Brust, zeigte zudem mit dem Zeigefinger auf den Boden. „Diese Geste kennen wir von Flo Hempel, dieses: ‚Ich bin hier. Das ist mein Platz'“, sagte DAZN-Kommentator Elmar Paulke. „Das ist so ein Moment, der eine Partie nochmal drehen kann.“ Paulke sollte recht behalten.

„Deutlich höher als vor zwei Jahren“

Mit einer beeindruckenden Aufholjagd rang er den „Dreammaker“, wie van den Bergh genannt wird, zu Boden. „Er war doch schon raus“, konstatierte auch ein hörbar überraschter Elmar Paulke und zollte dem ehemaligen Handballspieler Hempel Respekt. Wie schon vor zwei Jahren war der in Dessau geborene Außenseiter die Endstation für den Star aus Belgien.

„Leck mich en de Täsch“, rief Hempel nach dem WM-Wahnsinn von London seinen Liebsten im Videobild zu. Etwas ausführlicher und auf Englisch statt auf Kölsch sagte er im Interview an der Dartscheibe: „Ich habe schon das eine oder andere Comeback gefeiert. Man darf den Glauben an sich nie verlieren. Von den Emotionen ist es deutlich höher als vor zwei Jahren.“ Hempels Drittrundengegner nach Weihnachten wird am Samstagabend zwischen Stephen Bunting und Ryan Joyce (beide England) ermittelt.

Nachdem er beim letzten Mal Probleme bei der Heimreise via Auto hatte, will Hempel diesmal anders nach Köln kommen. Er überlegte sich, vom Flughafen Heathrow nach Hause zu fliegen und das Auto über Weihnachten in der britischen Hauptstadt zu lassen. Hauptsache, er ist am 27. Dezember zur dritten Runde wieder am „Ally Pally“ und bereit für die nächste Überraschung.

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