Assistent für neuen Bundestrainer?
„Die beste Sechs in Deutschland“ soll jetzt Klopp helfen
Aktualisiert am 23.07.2026 – 15:15 UhrLesedauer: 5 Min.

Jürgen Klopp steht vor der Anstellung als neuer Bundestrainer. In seinen Stab will er dabei wohl einen alten Weggefährten holen, den der 59-Jährige schon mal in höchsten Tönen gelobt hat.
Die Nachricht traf Manfred Schwabl wie ein Schlag. „Natürlich hat uns die Entscheidung und die Kurzfristigkeit überrascht“, erklärte der Präsident der SpVgg Unterhaching vor wenigen Wochen. Da gab der Klub nämlich die plötzliche Trennung von Trainer Sven Bender nach nur etwas über einem Jahr bekannt.
Dieser habe sich zum Rücktritt entschieden, nachdem in Gesprächen klar geworden sei, „dass die unterschiedlichen Auffassungen über die zukünftige sportliche Ausrichtung und Zielsetzung des Vereins nicht mehr in Einklang zu bringen waren“, hieß es damals in der Mitteilung des Regionalligisten. Schwabl ließ es sich aber trotz des schnellen Abschieds nicht nehmen, Bender zu komplimentieren: „Sven hat in Haching einen hervorragenden Job gemacht und unsere Mannschaft in der vergangenen Saison in einer schwierigen Phase bis auf den dritten Tabellenplatz der Regionalliga geführt.“
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Nun steht übereinstimmenden Medienberichten zufolge die nächste Station des 37-Jährigen fest. Damit erscheinen auch die Gründe für Benders Abgang aus Unterhaching in einem neuen Licht: Der langjährige Bundesligaspieler soll Assistent des designierten neuen Bundestrainers Jürgen Klopp bei der deutschen Nationalmannschaft werden. Dies berichteten am Mittwoch „Bild“ und „Kicker“ übereinstimmend. Demnach ergänze Bender Klopps Trainerteam, das bereits aus dessen bewährten Assistenten Peter Krawietz und Pepijn Lijnders besteht, mit denen er bereits beim FC Liverpool Erfolge feiern konnte. Was Krawietz, Lijnders und Klopp nicht zu bieten haben, ist nämlich eine große Spielerkarriere. Zwar war Klopp Profi, über die 2. Bundesliga hinaus schaffte er es aber nicht. Bender hingegen schon.
180 Spiele unter Jürgen Klopp
Bender soll das fehlende Puzzleteil sein, das Klopps Stab vervollständigt. Und der 59-Jährige hätte eine seiner Schlüsselfiguren aus Zeiten bei Borussia Dortmund wieder im engsten Umfeld. Denn „Manni“ war über Jahre eine der Säulen der BVB-Mannschaft – selbst zahlreiche Verletzungen und damit einhergehende Pausen änderten nichts am Status des Mittelfeldspielers.
Als Bender und sein Zwillingsbruder Lars 2021 ihre Profikarrieren beendeten, ließ sich Klopp eine Würdigung nicht nehmen: „Für mich war er lange die beste Sechs in Deutschland. Warum daraus keine 400 Länderspiele entstanden sind, weiß ich nicht mehr“, schrieb er zum Abschied im „Kicker“ über Sven Bender, der in seiner Laufbahn zwar nur sieben Länderspiele unter dem damaligen Bundestrainer Joachim Löw absolviert hat, aber dafür insgesamt 224 Pflichtspiele für Borussia Dortmund, davon 180 unter Klopp.
