Nach Viertelfinal-Sieg

Tuchel kritisiert eigenes Team – und wütet gegen Journalisten


12.07.2026 – 02:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Thomas Tuchel: Er war von der Vorstellung seiner Mannschaft alles andere als begeistert. (Quelle: Allstar Picture Library Ltd/imago-images-bilder)

Im WM-Viertelfinale setzte sich England in der Verlängerung gegen Norwegen durch. Trainer Thomas Tuchel war aber nicht begeistert – und legte sich dann auch noch mit einem Journalisten an.

Englands Nationaltrainer hat nach dem Viertelfinalsieg seiner Mannschaft bei der Fußball-WM mit einem denkwürdigen Interview Aufsehen erregt. Obwohl Jude Bellingham mit einem Doppelpack die „Three Lions“ beim 2:1 nach Verlängerung gegen Norwegen ins WM-Halbfinale geschossen hatte, machte der deutsche Teammanager erst einmal seinem Ärger Luft. „Wir haben uns das Leben heute selbst sehr, sehr schwer gemacht“, sagte Tuchel. Dass man unter den besten vier Mannschaften sei, sei „fantastisch“, betonte er: „Es ist großartig, aber ich bin nicht zufrieden mit der Leistung.“

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Das Engagement sei da, erklärte Tuchel, aber man habe „schlampig“ und „nicht schnell genug“ gespielt sowie „eine Menge technischer Fehler“ gemacht – „wir hatten Glück heute“, sagte Tuchel. Auf Nachfrage des Reporters, ob das eine Frage der Mentalität sei, stellte sich Tuchel aber plötzlich vor seine Mannschaft und fuhr den Journalisten entsetzt an. „Das hier ist pure Mentalität, wie können Sie jetzt nach der Mentalität fragen?“, so seine wütende Nachfrage. „Man könnte sie in Flaschen abfüllen und verkaufen“, so der Trainer über den Einsatz seiner Mannschaft.

Mit Blick auf die kommenden Aufgaben mahnte Tuchel jedoch: „Wir müssen besser spielen.“ Im Halbfinale wartet am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ) entweder Titelverteidiger Argentinien oder die Schweiz auf die Engländer, die vom ersten Titel seit 1966 träumen.

Vor allem der überragende Bellingham sorgte dafür, dass die fußballverrückte Nation noch eine Chance auf den großen Coup hat. Nachdem die Norweger um Stürmerstar Erling Haaland durch Andreas Schjelderup (36.) in Führung gegangen waren, schoss der ehemalige Dortmunder sein Team (45.+2, 93.) in die Runde der besten vier. „Ich muss dazu nicht mehr viel sagen“, erklärte Tuchel: „Weltklasse.“

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