Nach dem Wechsel drängten die Saarländer allerdings vehement auf eine schnelle Vorentscheidung. Lukas Petkov scheiterte aus zentraler Position an Schenk (48.), ansonsten haperte es einige Male an der Genauigkeit beim letzten Pass. Münster kam seinerseits kaum in die Nähe des gegnerischen Strafraums – und war quasi durchgehend mit Defensivarbeit beschäftigt.
Mokwa erhöhte aus kurzer Distanz und beseitigte auch die letzten Zweifel bei den Elversbergern, die in der Vorsaison noch in der Aufstiegsrelegation gescheitert waren. Die Schlussphase entwickelte sich unter dem Jubel der Fans zu einem Schaulaufen.
Hannover 96 – 1. FC Nürnberg
Bis zuletzt hatte ganz Hannover sogar auf den direkten Aufstieg gehofft, doch 96 scheiterte am letzten Spieltag an sich selbst. Der unnötige Patzer gegen die Franken reichte letztlich nicht einmal für Rang drei – weil die Konkurrenz ihre Spiele gewann. Kolja Oudenne (30.), Waniss Taibi (45.) und Stefan Teitur Thordarson (51.) sorgten in Hannover für die Treffer des Heimteams, Mohamed Alì Zoma (25./47.) und Luka Lochoshvili (84.) trafen für den FCN, der die Saison im Tabellenmittelfeld beendet.
Den besseren Start erwischten vor 49.000 Zuschauern die Gastgeber – Mustapha Bundu ließ etwas überrascht die erste Chance aus (9.), Daisuke Yokota acht Minuten später eine noch bessere. Doch auch der Club zeigte sich eine Woche nach dem 3:0 über Meister Schalke 04 immer wieder gefährlich.
Gegen Mitte der ersten Hälfte übernahm Hannover dann scheinbar die Kontrolle, doch der Treffer fiel auf der Gegenseite. Nürnbergs Topstürmer Zoma profitierte bei seinem 13. Saisontor von einem Fehler Nahuel Nolls im 96-Tor. Das Stadion verfiel jedoch nur für fünf Minuten in Schockstarre, ehe Oudenne nach einem schönen Doppelpass die Hoffnung zurückbrachte.
Etwas später reagierte FCN-Keeper Jan Reichert zum zweiten Mal stark gegen Daisuke Yokota (41.), gegen Taibi war er dann aber machtlos. In der Nachspielzeit nahm Daniel Schlager einen Handelfmeter für 96 nach Ansicht der Videobilder zurück. Nach Wiederanpfiff war es abermals der überragende Zoma, der für Nürnberg per Lupfer zurückschlug – Thordarson konterte umgehend. Doch auch das sollte nicht der Schlusspunkt bleiben.
